Älteste Kirche erhält Fördermittel

Innenansicht, Detailansicht, Pfarrkirche, Basilika, erbaut 2. H. 11. Jh., Innenausstattung von 1770, Rokokoausstattung, Blick zum Altar, Grafenloge (links), Kanzel (rechts), Kirchenbänke

Die Kirche in Mönchengladbach-Wickrathberg wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert. Elisabeth Janssen, Ortskuratorin Meerbusch der Stiftung, überbringt am 4. Mai 2016 um 10 Uhr einen Fördervertrag über exakt 6 523,58 € für die Putz- und Rißsanierung sowie Malerarbeiten an den Wand- und Deckenflächen der evangelischen Dorfkirche an Pfarrerin Esther Gommel-Packbier.
Die vermutlich älteste Kirchengründung in der Region gehört zu den mehr als 340 Denkmalen, die die private Stiftung dank Spenden und Mittel, u.a. von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern kann.

Die evangelische Kirche ist vermutlich die älteste Kirchengründung im Raum Mönchengladbach. In städtebaulich herausragender Lage wurde sie auf der Niederterrassenkante, einem von Backsteinmauern abgefangenen Geländesporn, über der Niersaue erbaut. Zusammen mit dem Pfarrhaus und dem ehemaligen Küsterhaus prägt das von einer Mauer umgebene Ensemble noch heute den historischen Siedlungskern von Wickrathberg. Auf den Fundamenten eines Vorgängerbaus wurde im frühen 13. Jahrhundert eine dreischiffige, flach gedeckte Basilika mit kreuzgratgewölbtem Chorgeviert und einem vorgesetzten Westturm erbaut. Zu diesem staufischen Bau gehören die in Römertuff ausgeführten Teile des Hauptschiffes mit Rundbogenfriesen im Traufbereich und in der Ostfassade. Auch das mit römischen Ziegeln durchsetzte Bruchsteinmauerwerk des Westturmes stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Kirchenschiff und der Chor wurden im 15. Jahrhundert gewölbt. Der Chor erhielt ein spätgotisches Sterngewölbe.

Die Kirche wurde 1569 von den Grafen von Quadt an die reformierte Gemeinde übertragen, die sich bereits um 1530 gebildet hatte. Das Foto zeigt eine Innenansicht der Kirche, Copyright Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

Die auf Dauer angelegte Unterstützung der Treuhandstiftungen hat sich in Anbetracht knapper öffentlicher Kassen zu einem wichtigen Förderinstrument entwickelt, das in der deutschen Denkmallandschaft nicht mehr fehlen darf.






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