Wohnungen gibt es zu wenige, deshalb steigen die Mieten erheblich schneller als es der Inflationsrate entsprechend sein sollte. Die Regierung in Berlin hat vor einiger Zeit postuliert, es sollten 400.000 jährlich neu gebaut werden. Das wären in NRW 80.000 ungefähr. In Wahrheit waren es 40.000 mehr, von 2023 auf 2024.
Zum Stichtag 31.12.24 gab es in Nordrhein-Westfalen 9,3 Millionen Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die Zahl der Wohnungen damit um 0,4 % höher als ein Jahr zuvor (+40.047 Wohnungen).
Im Durchschnitt ist eine Wohnung in NRW 92,4 groß. Jedem Einwohner des Bundeslandes stehen durchschnittlich 47,5 qm Wohnfläche zur Verfügung. Rein rechnerisch hat jede Wohnung 4,2 Räume (einschließlich Küchen) und wird von 1,9 Personen bewohnt. Rund die Hälfte der Wohnungen hat drei (24,5 %) oder vier (26,8 %) Räume. Rund ein Drittel (34,3 %) aller Wohnungen verfügt über fünf oder mehr Räume. 11,0 % sind Zweiraum- und
3,3 % Einraumwohnungen. Die rein rechnerisch größten Wohnungen im Land gibt es Ende 2024 in den Gemeinden Hopsten im Kreis Steinfurt (135,8 qm), Borgentreich im Kreis Höxter (134,2 qm) und Stemwede im Kreis Minden-Lübbecke (133,8 qm). In den Städten Aachen (76,0 Quadratmqm) in Gelsenkirchen (76,8) sowie in Duisburg und Köln (jeweils 77,3) sind die Wohnungen im Schnitt am kleinsten.
Auch die Wohnfläche, die jeder Einwohner zur Verfügung hat, ist in den Städten Gelsenkirchen (39,4 Qqm und Duisburg (40,0) sehr gering, wohingegen im Hochsauerlandkreis (54,9) sowie im Kreis Höxter (57,0) deutlich mehr Wohnfläche je Einwohner zur Verfügung steht.
Die Wohnungsbestandsquote – die Anzahl der Wohnungen je 100 Einwohner – liegt für NRW bei 51,3. Wenige Wohnungen – gemessen an der Einwohnerzahl – weisen die Gemeinden Schöppingen im Kreis Borken (38,9 Wohnungen je 100 Einwohner) und Horstmar im Kreis Steinfurt (39,0) auf. Eine hohe Wohnungsbestandsquote haben die Gemeinden Winterberg im Hochsauerlandkreis (63,8) und Altena im Märkischen Kreis (58,7) sowie die Stadt Düsseldorf (57,4 Wohnungen je 100 Einwohner).
Leider betrachtet der Beitrag von IT NRW nicht die Situation in Mönchengladbach, erlaubt aber Analogieschlüsse. Die Vitusstadt ist eine Groß- und Universitätsstadt, also so etwas wie Düsseldorf und Köln, aber eben nur so etwas.
PS: Das Beitragsfoto stammt von WFMG