Bauen in NRW – Gladbach reüssiert

Im Jahr 2025 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 37.185 Wohnungen als fertiggestellt gemeldet (einschließlich Umbaumaßnahmen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Statistik der Baufertigstellungen mitteilt, waren das 9,4 % bzw. 3.840 Wohnungen weniger als 2024. Zuletzt wurden in NRW im Jahr 2011 weniger Wohnungen fertiggestellt (34.442).

Dabei verringerte sich die Zahl der fertiggestellten neuen Einfamilienhäuser um 13,9 % bzw. um 1.027 Einheiten auf 6.345 Fertigstellungen. Bei den Wohngebäuden mit zwei Wohnungen sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen um 19,7 % bzw. um 510 Wohnungen auf 2.074. Bei Mehrfamilienhäusern mit drei und mehr Wohnungen (ohne Wohnungen in Wohnheimen) lag der Rückgang bei 4 %, damit wurden in diesem Bereich 21.575 Wohnungen fertiggestellt – 897 weniger als 2024. In Wohnheimen entstanden 1.243 Wohnungen – 796 weniger als im Vorjahr.

Die Wohnungsbautätigkeit in NRW, gegliedert in Städte und Regionen. so wie Krefeld herausragt, so Mönchengladbach, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen

In neuen Nichtwohngebäuden – worunter gemischt genutzte Gebäude fallen, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienen – sank die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2025 um 44 % auf 318 Wohnungen. 

Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen, die durch Um- oder Ausbauten an bestehenden Gebäuden entstanden, verringerte sich um 6 % auf 5.630 Wohnungen – das waren 360 weniger als im Vorjahr.

Bezieht man die Zahl der fertiggestellten Wohnungen (ohne Wohnheime) auf die aktuelle Einwohnerzahl, so ergibt sich für das Jahr 2025 im Landesdurchschnitt eine „Wohnungsbauquote” von 19,8 fertiggestellten Wohnungen je 10.000 Einwohner/ -innen. Noch vor fünf Jahren (2020) lag die Quote bei 26,9.

Die höchsten Fertigstellungsquoten auf Kreisebene für NRW wiesen dabei die Stadt Köln mit 42,6, der Kreis Borken mit 41,2 sowie die Stadt Münster und der Kreis Paderborn mit jeweils 38,6 auf. Die niedrigsten Quoten ergaben sich für die Städte Krefeld mit 1,9 sowie Hagen mit 4,0 und Bottrop mit 4,1.

Der zweite deutliche Rückgang in Folge bei den Baufertigstellungen von Wohnungen im Jahr 2025 ist auf die rückläufige Zahl bei den erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen zurückzuführen. Vor fünf Jahren (2020) wurden 61.849 Wohnungen genehmigt, 2025 waren es nur noch 44.905 – ein Rückgang von 27,4 %. Die Anzahl der Baugenehmigungen gilt als Frühindikator für kommende Bauaktivität, da sie geplante Bauvorhaben darstellen, während die Anzahl der Baufertigstellungen ein Indikator für die tatsächliche Entwicklung der Bautätigkeit ist.

Mönchengladbach weicht von dem Trend erheblich ab. Hier wurden in 2024 69 Wohnungsbauvorhaben realisiert, im Jahr 2025 waren es 229, ein Plus von 231,9%.

Der Kreis Viersen hat sich noch schlechter entwickelt als NRW. Im Nachbarkreis wurden in 2024 225 Wohnungsbauvorhaben abgeschlossen, in 2025 177, ein Minus von 21,7%.