Das Mönchengladbacher Stadtschützenfest öffnet sich mehr der Bevölkerung. Auch der OB tritt in diesem Jahr dabei in Erscheinung, da die Königspartyarty auf dem Alten Markt stattfindet.
Parade und Party, Brauchtum und Begegnung: Vom 4. bis 6. September findet auf dem Alten Markt ein geselliges Ereignis statt. Gemeinsam mit den Altstadtgastronomen bringt der gastgebende Bruderrat das Schützenbrauchtum mitten ins Herz der Stadt. Zum Fest eingeladen sind nicht nur die Schützen, sondern die ganze Bevölkerung.
Auftakt mit „Kings for a Day“

Los geht es am Freitag, 4. September, mit dem Altstadt Open Air. Auf der Bühne vor der Sparkasse sorgen „Kings for a Day“ für den musikalischen Auftakt. Gefeiert werden darf bis Mitternacht.
Der Samstag verbindet dann Schützenbrauchtum und Open-Air-Party auf besondere Weise. Um 14.30 Uhr beginnt auf dem Alten Markt das Bezirkskönigsschießen mit Serenade. Die amtierenden Majestäten der Bruderschaften und Schützenvereine aus Mönchengladbach und Korschenbroich treten an, um den neuen Bezirkskönig – den „König der Könige“ – zu ermitteln.
Startberechtigt sind die amtierenden Bruderschaftsmajestäten. In der Regel stellen sich rund ein Dutzend Könige dem Wettbewerb. Wer den entscheidenden Treffer setzt und den Vogel von der Stange holt, übernimmt bekanntlich für ein Jahr die Bezirkskönigswürde.
Königsparty erstmals auf dem Alten Markt
Eine Premiere gibt es am Samstagabend: Erstmals findet die Königsparty auf dem Alten Markt statt. Bislang wurde sie in der Kaiser-Friedrich-Halle gefeiert. Da die Halle in diesem Jahr nicht zur Verfügung steht, hat sich der Bruderrat für eine Open-Air-Lösung entschieden – verbunden mit einem festlichen Empfang in der Citykirche.
So geht das Bezirkskönigsschießen nahezu nahtlos in das abendliche Fest über. Um 18 Uhr beginnt in der Citykirche der Empfang für die Königshäuser der 38 Bruderschaften und Vereine. Dort werden die bisherigen Bezirksmajestäten verabschiedet und ihre Nachfolger vorgestellt.
Ab 19 Uhr spielt die Band „Just is“ auf dem Alten Markt zur Königsparty auf. Für die Königshäuser werden eigene Pagodenzelte eingerichtet, ihr Aufzug ist für 19.30 Uhr vorgesehen. Gefeiert werden kann an diesem Abend bis 1 Uhr.
Trotz Open-Air-Atmosphäre soll die Königsparty ihren festlichen Charakter behalten. Gleichzeitig öffnet sich das bislang r geschlossene Format dem Publikum: Wer den Vogelschuss am Nachmittag verfolgt hat, kann einfach bleiben und gemeinsam mit den Schützen weiterfeiern.
Krönungsmesse, Festzug und Parade
Am Sonntag, 6. September, steht das Brauchtum im Mittelpunkt – und das Programm beginnt bereits am Vormittag. Ab 11 Uhr treffen sich Schützen, Gäste und Musikgruppen zum Musiktreff und Frühschoppen auf dem Alten Markt.
Um 12.30 Uhr beginnt die feierliche Krönungsmesse im Gladbacher Münster. Anschließend formiert sich der große Festzug durch die Innenstadt. Rund 2.500 Schützen und Musikanten werden erwartet und sorgen gemeinsam mit den Musikkorps für ein eindrucksvolles Bild.
Höhepunkt ist um 15.30 Uhr die große Parade am Alten Markt. Im Mittelpunkt steht die neue Bezirksmajestät, die in der Kutsche durch die Innenstadt fährt und die Parade abnimmt. Im Anschluss erklingt der Große Zapfenstreich. Dessen Abschluss mit der Europahymne und ihrer Botschaft von Verbundenheit passt zum Leitgedanken des Festes: Menschen zusammenzubringen.
Ab 17 Uhr übernimmt wieder die Musik die Bühne. Die Egerland-Besetzung der Kleinenbroicher, die vielen noch vom Bundesfest bekannt ist, gestaltet das Showprogramm und lässt das Festwochenende musikalisch ausklingen.
175 Jahre Eisenbahn wird Teil der Parade
Auch 2026 greifen die Schützen bei der Parade ein Stück Mönchengladbacher Stadtgeschichte auf. Anlass ist das Jubiläum „175 Jahre Eisenbahn in Gladbach“. 1851 fuhr der erste Zug. Beim Stadtschützenfest wird diese historische Verbindung mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt.
Michael Schroeren übernimmt die Rolle des Bahnhofsvorstehers und gibt mit seinem Pfiff das Signal zur „freien Fahrt“. Oberbürgermeister Felix Heinrichs gibt seinerseits – passend in Frack und Zylinder – die Parade frei.
So verbinden sich Geschichte und Gegenwart, Tradition und Fortschritt. Oder, wie es die Schützen für das Wochenende formulieren: „Wir freuen uns des Lebens, unserer Traditionen und der Offenheit, die alle mitnimmt in die Tage der Freude.“
Für alle, die dabei sein möchten, gilt ein einfacher Tipp: Wer früher kommt, hat den besseren Platz.