St.Tönis. Bei den Ermittlungen im Fall der getöteten Lidl-Filialleiterin Sonja K. (24) teilt die Polizei Mönchengladbach nun mit, was sie veranlasst, diesen „Cold Case“ zu öffnen: Es ist gelungen, DNA-Spuren zu sichern und auszuwerten. Dieser Link führt zur Vorberichterstattung.
Mit Methoden, die vor 30 Jahren noch nicht zur Verfügung standen, ist es nun gelungen, DNA-Spuren zu sichern, die die Ermittlelnden zu dem Mörder oder zu mehreren führen können. Es wurden eine Vielzahl von DNA-Vergleichsproben genommen. Rettungskräfte, Polizeivollzugsbeamte sowie Personen aus dem persönlichen und dem beruflichen Umfeld von Sonja K. haben eine Speichelprobe abgegeben. Darunter auch Angestellte von Lieferanten, Ladendetektive oder Reinigungskräfte, die in der Lidl-Filiale ein- und ausgingen.

Einen Teil der DNA-Spuren konnten bereits zu geordnet werden, was die dazugehörigen Personen als Täter ausschließt. Noch wurden nicht alle Proben abgeglichen. Die Auswertung läuft weiter – bis die Polizei den oder die Mörder gefunden hat.
„Wir möchten den Fall lösen und den Angehörigen Gewissheit geben, wer Sonja K. getötet hat“, wird Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen aus der Ermittlungsgruppe „Cold Case“ in einer Mitteilung der Polizei Mönchengladbach zitiert.
Sonja K. hatte Zukunftspläne. Sie wollte im Sommer 1995 ihren Lebensgefährten heiraten und mit ihm eine Familie gründen. Doch Sonja K. wurde nur 24 Jahre alt.
Sie wurde bereits als junge Frau zur Filialleiterin befördert und von den Mitarbeitern des Lidl-Marktes als engagierte und geschätzte Chefin beschrieben. Angehörige, Freunde und Kolle-gen beschrieben sie als fleißig, zuverlässig, ehrlich und freundlich.
Wie bereits mitgeteilt, sind Sonjas Eltern mittlerweile verstorben, ohne zu wissen, wer ihre Tochter getötet hat. Laut Aussage der beiden Brüder von Sonja K. hat die Mutter den Verlust bis zu ihrem eigenen Tod im Jahr 2009 nie überwinden können und ihre Tochter jeden Tag schmerzlich vermisst.
Die beiden Brüder des Opfers hoffen, dass der Fall geklärt werden kann und die Mörder ihrer Schwester endlich gefunden werden, damit wenigsten sie Gewissheit erhalten. Sie fragen: Wer hat unsere kleine Schwester getötet?
Wer etwas dazu sagen kann, wende sich bitte an die Polizei mit der Telefonnummer 02161-290 sowie per eMail an mk.lidl.Moenchengladbach@polizei.nrw.de.
Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat und zur Ermittlung des Täters führen, wird eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Über die Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für solche Personen bestimmt, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört