Die Stadt Mönchengladbach ist vom vorläufigen Insolvenzverwalter zum Insolvenzantrag der DK Sozialunternehmen GmbH informiert worden. Das war notwendig, weil ein Tochterunternehmen, die DK Schulbetreuung gGmbH, Träger der Offenen Ganztagsbetreuung an derzeit elf Grundschulstandorten im Stadtgebiet ist. Die Stadtverwaltung Mönchengladbach strebt an, die Betreuung im offenen Ganztag (OGS) an den elf Schulstandorten weiterzuführen, was auch tatsächlich geschieht, wie es in der Mitteilung der Pressestelle heißt.
Darin heißt es u.a.: Die Stadt Mönchengladbach ist sich der großen Bedeutung einer verlässlichen und kontinuierlichen Betreuung für die betroffenen Kinder und ihre Familien bewusst. Vor diesem Hintergrund richtet die Stadt gemeinsam mit allen Beteiligten sämtliche Bemühungen darauf, die bestehenden Betreuungsangebote auch weiterhin aufrechtzuerhalten und mögliche Einschränkungen für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien zu vermeiden.
Die DK Schulbetreuung gGmbH ist wirksam an der Annaschule, Anton-Heinen, Clara Grunwald, Heyden, Holt, Mülfort-Dohr, Ohler, Meerkamp, Schulstraße, Steinsstraße und Wilhelm-Strauß-Straße. Hier werden rund 1.500 Schülerinnen und Schüler betreut.
Die Stadtverwaltung wird die betroffenen Schulen über neue Erkenntnisse und mögliche Veränderungen umgehend informieren.
Die Zahlungsunfähigkeit der DK Sozialunternehmen GmbH hat sich wohl ergeben, weil die Stadt das Zahlungssystem umfassend reformiert hat. Bisher – bis August ds.Js. – mussten Eltern bereits ab einem Bruttojahreseinkommen von € 12.271 OGS-Beiträge entrichten. Jetzt ist die Grenze für die komplette Beitragsfreiheit auf € 30.677 angehoben. Familien im Niedrigeinkommensbereich zahlen somit keinen Cent mehr für die OGS-Betreuung.
Um die sogenannten „Beitragssprünge“ abzufedern (bei denen ein leicht höheres Einkommen sofort zu drastisch höheren Gebühren führte), wurde das System gegliedert. Wer knapp über der neuen Freigrenze liegt, steigt in einer moderaten Einstiegsstufe ein (z. B. € 60 monatlich bei einem Jahreseinkommen bis € 36.813 oder € 100 bei bis zu € 49.084 p.a.
So hätte natürlich gesehen werden können, dass ein drastischer Rückgang der Einnahmen zu Liquiditätsschwierigkeiten führen würde. Es ist offensichtlich nicht gelungen, neue Geldquellen anzuzapfen.
Die Insolvenzanmeldung verschafft dem Unternehmen zunächst einmal für drei Monate Luft, da die Gehälter der Beschäftigten nicht mehr aus der Kasse der DK Sozialunternehmen GmbH gezahlt werden, sondern aus einem dafür vorgesehen Fonds. In der Zeit sollte die Finanzierung der GmbH neu geregelt werden können.
Auch die Finanzierung der Kitas in Mönchengladbach wurde neu geregelt. Hier geht es zur Berichterstattung im Gladbacher Tageblatt.