An nordrhein-westfälischen Schulen sind rund 457.000 ausländische Schülerinnen und Schüler. Das sind 18,1 % von allen, und im Schuljahr 2025/26 stieg ihre Zahl gegenüber dem Vorjahr um 3,6 % was ein Höchststand ist, seit das Statistische Landesamt so etwas ermittelt. Von diesen 457.000 haben fast 40 % eine syrische, ukrainische oder irakische Staatsangehörigkeit
In Nordrhein-Westfalen haben im Schuljahr 2025/26 rund 2,53 Millionen Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen besucht.
Die größte Gruppe unter den ausländischen Schülerinnen und Schülern bildeten im Schuljahr 2025/26 junge Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit. Ihre Zahl lag zuletzt bei fast 90.000. Es folgten rund 62.000 mit ukrainischer sowie 27.000 mit irakischer Staatsangehörigkeit. Im Vergleich zum Vorjahr fiel die Veränderung bei den ukrainischen Schülerinnen und Schülern besonders deutlich aus: Ihre Zahl stieg um 10,9 %.
Bei Betrachtung der letzten 10 Jahre wuchs die Zahl der syrischen Schülerinnen und Schüler kontinuierlich. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bei den irakischen jungen Menschen, wobei ihre Zahl in den letzten zwei Jahren leicht rückläufig war.
Die Entwicklungen sind vor allem auf Fluchtbewegungen in den Jahren 2015 bis 2018 zurückzuführen. 2022 begann bekanntlich der Krieg gegen die Ukraine, weshalb sich auch von dort eine Fluchtbewegung nach NRW und andere Bundesländer entwickelte.
Wie die Sache aus einem anderen Blickwinkel aussieht