Ausländerkriminalität ist hoch

Im Jahr 2019 sind in Mönchengladbach 19.542 Straftaten der Polizei bekannt geworden, 1,99% oder 396 weniger als 2018. Das ist der niedrigste Stand seit 15 Jahren. Abgenommen haben fast alle Delikte, zugenommen ha der schwere Diebstahl und zwar um 364 Fälle, aber auch bei Sexualdelikten ist eine Zunahme festzustellen, um 5,4% oder zehn Fälle.

Der Missbrauch von Kindern nahm auch zu und der Besitz und die Verbreitung von Kinderpornografie. Mehr Fälle können hier allerdings auch zustande kommen, weil mehr beobachtet und weniger weggesehen wird. Ähnliches ist auch zu den Rauschgiftdelikten zu sagen. Der Verfolgungsdruck, der am Bahnhof in Gladbach und am Marienplatz im Stadtteil Rheydt ausgebaut wurde, lieferte auch mehr Fälle, nämlich 6,7% mehr oder 1.152 nach 1.080 in 2018, wie Manfred Joch und Kollegen von der Kripo bei der Erläuterung der Kriminalstatistik am heutigen (02.03.20) Montag in Gladbacher Präsidium darstellten.

Die Aufklärungsquote insgesamt liegt bei 53,21% und wird als noch zufriedenstellend angesehen.

Diese globale Angabe sagt nichts über Aufklärungsquoten in Teilbereichen aus. Besonders mager ist sie beim Pkw-Diebstahl. Hier ist sie bei steigender Anzahl (160 in ’19 zu 136 in ’18) auf 13,1% eingebrochen. Es werden vermehrt VW-Transporter entwendet, die, wie Manfred Joch meint, in Holland in Einzelteile zerlegt und dann dem Ersatzteilhandel zugeführt werden.

Auffallend ist, dass vermehrt nichtdeutsche Straftäter registriert werden. Der Anteil an der Bevölkerung in Mönchengladbach ist ca. 15,5% ihr Anteil an den Straftaten beläuft sich auf 34%.