Betrüger werden dreister

Einem vierstelligen Eurobetrag verlustig gingen Wohnungssuchende Im Stadtteil Eicken. Gelungen ist das, weil einem 57- und 54jährigen Ehepaar eine Identität vorgegaukelt wurde. Betrüger werden immer dreister.

Das Ehepaar aus Mönchengladbach hatte sich nach Angaben bei der Polizei zufolge im Dezember auf eine Wohnungsanzeige auf dem Portal „Kleinanzeigen“ gemeldet und die inserierte Wohnung an der Alsstraße dann auch besichtigt. Nachdem sie vermeintlich den Zuschlag bekommen hatten, unterschrieben sie vor Ort den Mietvertrag im Beisein des angeblichen Vermieters. Bei dem Termin war auch eine Frau anwesend, welche die Kaution in bar entgegennahm. Im Gegenzug wurde eine Quittung ausgestellt.

Mit dem vermeintlichen Vermieter ist dann vereinbart worden, dass die Schlüsselübergabe am 23. Januar stattfinde. Am besagten Tag suchte das Ehepaar die Wohnung zum vereinbarten Zeitpunkt erneut auf, ohne dort  jemand anzutreffen. Die zuvor angesagte Telefonnummer war dann auch nicht mehr besetzt.

Es stellte sich heraus, dass der angebliche Vermieter nicht Vermieter der Wohnung ist und diese wegen Sanierungsarbeiten derzeit überhaupt nicht für eine Vermietung zur Verfügung steht. 

Bei der Mönchengladbacher Polizei wurde nun Anzeige gegen Unbekannt erstattet und eine Personenbeschreibung abgegeben. Der Mann, der sich als Vermieter ausgab ist circa 1,80 m groß, ungefähr 40 Jahre alt, hat braune Haare, eine stämmige Figur und ein südländisches Erscheinungsbild. Die Frau, die das Bargeld annahm, ist circa 1,75 m groß und um die 30 Jahre alt, hat eine schlanke Statur, lange dunkelblonde oder braune Haare und ebenfalls ein südländisches Erscheinungsbild.  Die Polizei rät dazu, eine Mietkaution erst dann zu zahlen, wenn die Schlüsselübergabe erfolgt ist. Zudem sei es ratsam, mit Bewohnern des Gebäudes zu sprechen und so Erkundungen vorzunehmen.