Brandstifter gefunden?

Es macht die Runde auf den Portalen der überregionalen Medien: In der letzten Nacht ist das Affen-Tropenhaus des Krefelder Zoos abgebrannt, und mehr als 30 Primate, auch Kleintiere und Vögel fanden den Tod. Lediglich zwei, die ältere Affendame Bally und ein Jungspund mit Namen Limbo überlebten. Ausgebrochen ist das Feuer wohl kurz nach Mitternacht des Silvestertags, gemeldet wurde es um 0.38 Uhr von Anwohnern des Zoos, gegen 5 Uhr waren die Löscharbeiten beendet, ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Känguruhaus und den Gorillagarten verhindert, selbst Strauch und Baumbewuchs wurden gerettet, aber zu diesem Zeitpunkt gingen Feuerwehr und Zoomitarbeiter davon aus, dass selbst Mäuse im Tropenhaus haben nicht überleben können. Das war glücklicherweise ein Irrtum.

Das Haus, dessen Anfänge auf die 70ger Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückgehen, überwiegend aus Stahlrohrgerüst, Holz, Plastik und Glas aufgebaut, hatte doch ein paar Stahlbetonteile. In deren Schutz konnten die zwei Schimpansen fast unversehrt überleben. Sie wurden geborgen, betäubt und im Gorillaarten ausgesetzt, wie Feuerwehrmann Kai Günter auf einer Pressekonferenz in der Mittagszeit des Neujahrstags im Zoo dem Gladbacher Tageblatt berichtet, wo sie jetzt sind ohne erkennbare Blessuren., gemeinsam mit einer Gorillafamilie leben.

Es war eine ziemlich große Veranstaltung, Medien aus nah und fern waren vertreten, alles was bei der Stadt, Polizei, Feuerwehr etwas zu sagen hat, war anwesend, selbst Oberbürgermeister Frank Meyer ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.

Auf der PK wurde ventiliert, ob sogenannte chinesische Fackeln das Feuer verursacht haben könnten. Drei von ihnen wurden auf dem Zooterrain gefunden. Das sind so etwas wie Heißluftballons in Miniatur. Es wird Luft durch Kerzen oder Paste aufgeheizt, die dann leichter wird als die Umgebungsluft und dem Ding Auftrieb verleiht und gleichzeitig außer Kontrolle gerät. Deshalb ist ihr in den Verkehr bringen verboten. Nicht immer wird sich daran gehalten, wie man auf Gartenfesten im Sommer erleben kann. Da sind die Dinger in der Regel klein und pummelig und fliegen nicht weit. Es gibt sie aber auch in Groß. Und das ist hier wohl zum Verhängnis geworden.

Wie die Polizei in Krefeld mitteilt, haben sich im Laufe des heutigen nachmittags Leute bei ihr gemeldet, die mit solchen Dingern in der Silvesternacht umgegangen sind.

Mehr wird hierzu im Augenblick nicht gesagt, rein theoretisch kommen natürlich auch andere Brandverursacher infrage. Es ist ein Millionenschaden, abgesehen von dem Tierleid. Weitere Infos sind zu erwarten.

Unser Fotos zeigen Frank Meyer während der PK und ein trostloses Bild

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