Randgruppen in das gesellschaftliche Leben der Stadt Mönchengladbach zu integrieren ist ein lobenswertes Anliegen. Nun hat ein Projektteam um Jacqueline Bourgeois von der Marketing Gesellschaft der Stadt ein Anforderungskatalog entwickelt, der es Veranstalter ermöglicht, ein „Inklusiegel“ zu erwerben, welches das Leben von Menschen mit Behinderungen erleichtern kann – wenn die Kriterien erfüllt sind – , die an Events teilhaben wollen.

Menschen mit Behinderungen stoßen bei der Teilhabe an öffentlichen Veranstaltungen häufig auf Barrieren – physisch und auch kommunikativ. Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass das nicht sein soll, aber es fehlt an einheitlichen Standards und klaren Handlungsempfehlungen für Veranstalter. Das ändert nun das Projekt, und Mönchengladbach hat hier in gewissem Sinn eine Vorreiterrolle, weil sich bisher wenig Städte und Gemeinden um das Problem gekümmert haben
Gemeinsam mit der Lebenshilfe e.V. wurden die Anforderungen entwickelt anhand dessen ein geplantes Event barrierefrei gestaltet werden kann. Wenn alle Pflichtfelder erfüllt sind und eine vorgeschriebene Gesamtpunktzahl erreicht wurde, bekommt Veranstaltung das „Inklusiegel“.
Das Projekt ist eine Initiative der Marketinggesellschaft. Aufwendungen dafür werden aus dem normalen Etat finanziert, öffentliche Mittel wurden nicht in Anspruch genommen, wie Friedhelm Lange, Chef der MGMG bei der Vorstellung des Projekts durch Jacqeline Borgois im Balderich-Saal im Haus Erholung dem Gladbacher Tageblatt auf Befragen versicherte.