eScooter sind für junge Leute gefährlich

Schwer verletzt wurde auf der Speicker Straße am Geropark am Freitag, 17. Juli, ein eScooter-Fahrer. Der 14jährige stieß mit einem Auto zusammen. Es geschah gegen 14 Uhr als ein 55jähriger Autofahrer von der Fliethstraße kommend auf der Speicker Straße unterwegs war. Als er in Höhe der Einmündung zur Hittastraße laut Zeugenaussage bei grüner Ampel weiter geradeaus gefahren sei, habe sich von der Speicker Straße aus Richtung Luisenstraße kommend der junge Mann auf seinem Gefährt genähert und kollidierte. Der Junge wurde dabei so schwer verletzt, dass Rettungskräfte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus brachten.

Zeugen, die noch nicht aufgenommen wurden und den Unfallhergang beobachtet haben, werden gebeten, sich mit der Rufnummer 02161 290 bei der Polizei zu melden.

Die Zahl der eScooter-Unfälle mit Personenschaden ist im Jahr 2025 drastisch gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm ihre Zahl gegenüber 2024 um 38,1 Prozent von 11.944 auf 16.496 zu. Bei den aufgenommenen Unfällen kamen 2025 38 Menschen ums Leben, was im Vergleich zu 2024 mit 27 Getöteten einem Anstieg um 40,7 Prozent entspricht. Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg deutlich und zwar um 25,2 Prozent von 1.513 auf 1.895. Bei den Leichtverletzten gab es einen Zuwachs um 41,6 Prozent von 11.433 im Jahr 2024 auf 16.184

Als einen Baustein zur Verhütung von Unfällen mit diesem Fahrzeug fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Einführung eines eScooter-Befähigungsnachweises für alle Verkehrsteilnehmenden, die keinen Führerschein besitzen. Das Unfallgeschehen deutet darauf hin, dass es häufig an Regelkenntnissen und Fahrfähigkeiten im mangelt. „Wir müssen sicherstellen, dass alle, die mit einem eScooter unterwegs sind, die wichtigsten Regeln kennen und ihr Fahrzeug sicher beherrschen“, wird DVR-Präsident Manfred Wirsch ziitert. „Deshalb brauchen wir einen Befähigungsnachweis, vergleichbar mit der Mofa-Prüfbescheinigung. Dabei sollten grundlegende Verkehrsregeln ebenso vermittelt werden wie die sichere fahrphysikalische Beherrschung des Fahrzeugs. Jugendliche könnten eine solche Ausbildung bereits im schulischen Kontext absolvieren.“

Eine aktuelle Auswertung des DVR auf Basis der Destatis-Daten verdeutlicht das Risiko für jüngere Altersgruppen. Demnach waren im Jahr 2025 2.200 der Verunglückten jünger als 15 Jahre. Vier von ihnen kamen ums Leben, 211 wurden schwer verletzt. Vor diesem Hintergrund fordert der DVR, das Mindestalter für die Nutzung von eScootern von 14 auf 15 Jahre anzuheben.