Die Investitionen in die Digitalisierung von Abläufen, welche die Stadtverwaltung von Mönchengladbach in den vergangenen Jahren vornahm, auch mit Fördermitteln, machen sich bei den Ergebnissen bemerkbar. Beim SmartCity Index, den der branchenverband Bitkom jährlich veröffentlicht, geht es einen großen Schritt nach vorne. Im aktuellen Ranking erreicht die Stadt Platz 12 unter 83 deutschen Großstädten. Dmit verbessert sich die Vitusstadt gegenüber dem Vorjahr um 18 Plätze und zählt laut Bitkom zu den Aufsteigern des Jahres, zu denen auch die Nachbarstadt Neuss gehört
Besonders weit vorne liegt Mönchengladbach in der Kategorie „Gesellschaft und Bildung“. Hier verbessert sich die Stadt von Platz 8 auf Platz 3. Deutliche Fortschritte gibt es auch bei Mobilität mit Platz 25 und einem Plus von 24 Rängen. Bei „IT und Kommunikation“ geht es um 21 Plätze nach vorne. Die Verwaltung verbessert sich um zwölf Plätze auf Rang 21. Zuvor war die Stadt hier noch um acht Ränge zurückgefallen. Besonders deutlich fällt die Verbesserung bei digitalen Angeboten für Bevölkerungsanliegen aus. Hier wurden 80 Punkte erreicht, nach 62,5.
Auch in der Kategorie „IT und Kommunikation“ setzt sich die positive Entwicklung fort. Nach einem Plus von zehn Plätzen im vergangenen Jahr gewinnt Mönchengladbach diesmal 21 hinzu.
Besonders deutlich zeigt sich der Fortschritt beim Umgang mit Smart-City-Daten. Hier steigt der Wert von 41,7 auf die Höchstwertung von 100. Wie es heißt leistete das Smart City Dashboard enen wichtigen Beitrag. Es bündelt städtische Daten und macht Entwicklungen und Informationen digital zugänglich.
Den größten Sprung macht Mönchengladbach in der Kategorie Mobilität. Nach einem Rückgang um 15 Plätze im vergangenen Jahr verbessert sich die Stadt diesmal um 24 Ränge. Dazu beigetragfen haben sollen Sharing-Angeboten, die in die Bewertung einfließen. Der entsprechende Wert steigt von 66,5 auf 76,9 Punkte.
Beim smarten öffentlichen Nahverkehr verbessert sich Mönchengladbach von 68,8 auf 95 Punkte. Bewertet werden unter anderem Handytickets, bargeldlose Bezahlung, Apps, digitale Informationen zur Auslastung und freies WLAN. Auch die Vorbereitung autonomer Mobilitätsangebote wird berücksichtigt.
Deutlich verbessert hat sich zudem das smarte Verkehrsmanagement. Der Wert steigt von 63,6 auf 95 Punkte. In die Bewertung fließen ein intelligente Ampelanlagen, eine KI-basierte Ampelsteuerung für Shuttlebusse und der Aufbau eines digitalen Verkehrsschilderkatasters ein.
In der bereits sehr gut platzierten Kategorie „Gesellschaft und Bildung“ geht es für Mönchengladbach noch einmal um fünf Plätze nach vorne. Besonders deutlich ist die Entwicklung bei der Digitalisierung der Schulen. Hier steigt die Bewertung von 74,6 auf 98,7 Punkte.
Es gibt allerdings auch eine unerfreuliche Entwicklung. In der Kategorie „Energie und Umwelt“ fällt Mönchengladbach um zehn Plätze zurück. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt hier noch 22 Plätze gewonnen. Der Rückgang wird auf Kennzahlen zurückgeführt, die nur begrenzt durch die Stadt gesteuert werden können. Dazu zählen der Anteil von Elektrofahrzeugen und Energielösungen. 100 Punkte gab es für die Wärmeplanung
Der Smart City Index wird seit 2019 vom Digitalverband Bitkom erstellt. Für die Ausgabe 2026 wurden alle 83 deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern untersucht. Bewertet werden die Bereiche Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Der Index vergleicht die Städte untereinander. Rangplätze verändern sich dann, wenn es eine Entwicklung gibt. An der Spitze dieses Rankings steht Stuttgart und löst München ab. Am Ende stehen Salzgitter und Remscheid.
Weitere Infos: Wertung Mönchengladbach