FDP will Menschen nicht länger einsperren

Am 21.02.21 sind 449 Personen in Mönchengladbach als mit dem Covid-19 Virus infiziert registirert.. Das Gesundheitsamt der Stadt Mönchengladbach meldet am Wochenende, 20./21. Februar, 48 neue positive Nachweise.

Es sind weitere fünf weitere Todesfälle zu beklagen, die in Zusammenhang mit Covid-19 stehen: Eine Frau (Jahrgang 1941) und ein Mann (Jahrgang 1926) verstarben in Pflegeheimen. In beiden Fällen waren Vorerkrankungen bekannt. Drei weitere Patienten (Jahrgang 1949, 1930 und 1943) verstarben im Krankenhaus. Vorerkrankungen waren nicht bekannt. Es sind keine weiteren Pflegeheime betroffen. 

Seit März 2020 verstarben 189 Menschen mit oder an Covid-19 in Mönchengladbach. Das ist eine verschwindend geringe Zahl von allen.

Im  Krankenhaus befinden sich 27 Menschen. Neuinfektionen innerhalb der letzten soeben Tage pro 100.000 Einwohner wurden 36,8 gezählt bei einer  angenommenen Einwohnerzahl von von 261.034

Obwohl der Inzidenz-Wertin Mönchengladbach dauerhaft unter 50 liegt wird es keine Lockerung der Restriktionen geben. Das ist das Ergebnis der Beratungen zwischen Stadtspitze und Land. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) sieht keine Veranlassung für eine Lockerung. Grundsätzlich sehe das Ministerium die Gefahr eines Hin- und Her-Wechselns zwischen Lockerung und Verschärfung, so Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Und das müsse vermieden werden. „Die Haltung in NRW ist eindeutig: Es darf nicht zu einem Tourismus zwischen den Städten und damit einer unkontrollierten Verbreitung kommen. Die Mutationen des Virus sind zusätzliche Risiken, den wir nicht unterschätzen dürfen. Alles andere wäre fahrlässig. Wir dürfen und werden vor diesem Hintergrund keine Sonderrolle einnehmen.” 

Das ist allerdings eine Meinung, die nicht von allen geteilt wird.

Seit der Bund-Länderkonferenz vom 10. Februar regt sich zunehmend Widerstand, nicht nur in der Bevölkerung. Vertreter der Wirtschaft und selbst einige Ministerpräsidenten zeigen sich unzufrieden mit dem weiterhin verordneten Stillstand im Land. Wurde dieses Mal des Volkes Stimme gehört, der Bundestag? Mitnichten. Statt 50 gilt plötzlich als möglicher Inzidenzwert zu Lockerungen des Lockdowns einer von 35, aber auch der wird wieder infrage gestellt, wegen Virus-Mutationen.

Wie man hört, legte FDP-Vorsitzender Christian Lindner bei den Diskussionen im Bundestag einen 7-Punkte-Plan zur Exit-Strategie vor.

Peter König, der Gladbacher Bundestagskandidat der Liberalen, fordert die Verantwortlichen auf, nun endlich Vorschläge auf den Tisch zu legen. „Die Kanzlerin wäre gut beraten, unser Papier zur Umsetzung von Lockerungen mit heranzuziehen. Jetzt muss es jetzt heißen: Wir zünden das Licht bereits imTunnel an, statt erst am Ende.“ Der Unterricht an Schulen hätte gemäß der FDP-Planungen bereits bei einem zwei Wochen stabil bleibenden Wert von unter 200 für den Wechselunterricht öffnen sollen. „Es ist nachgewiesen, dass Schulen keine Infektionsherde sind.“, resümiert Peter König. 

Er berichtet, seine Partei hätte bereits bei einem sieben Tage stabil bleibenden Inzidenzwert unter 50 den Regelbetrieb in Kindertagesstätten wiederaufnehmen lassen, Handel, Gastronomie sowie Hotels unter Auflagen geöffnet und ein eingeschränktes Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeheimen erlaubt. „Sobald der Wert an 21 Tagen stabil unter 50 ist, erwarten wir die Öffnung von Theatern und Kinos unter Auflagen und höhere Teilnehmerzahlen bei religiösen Veranstaltungen. Man müsse den Menschen jetzt endlich eine Perspektive geben. „Wir dürfen die Bevölkerung nicht länger einsperren.“