Gastgewerbe NRW: Weniger Beschäftigte

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe waren im September 2020 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 29,4 Prozent niedriger als im entsprechenden Vorjahresmonat. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, sanken die Umsätze nominal um 25,3 Prozent. Im Vergleich zum August 2020 blieb der Umsatz nahezu unverändert (+0,2 Prozent). Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war im Verhältnis zu September 2019 um 12,7 Prozent niedriger.

In der Beherbergung sank der Umsatz real um 46,2 Prozent; nominal waren die Umsätze um 45,5 Prozent niedriger als im September 2019. Gegenüber dem Vormonat war ein Umsatzplus von 4,9 Prozent zu verzeichnen. Die Gastronomieunternehmen erzielten real um 22,1 Prozent niedrigere Umsätze als ein Jahr zuvor; nominal sanken die Umsätze um 16,6 Prozent. Hier war auch im Vergleich zum Vormonat ein Umsatzrückgang (−1,1 Prozent) zu registrieren.

Das von dem Umgang mit Corona besonders betroffene Hotelgewerbe verzeichnete gegenüber dem Vorjahresmonat eine reale Umsatzeinbuße von 47,5 Prozent; im Vergleich zum Vormonat war eine Steigerung von 6,9 Prozent zu verzeichnen. Auch die ausschankgeprägte Gastronomie ist weiterhin rückläufig (−36,6 Prozent); verglichen mit August 2020 war hier eine negative Entwicklung zu erkennen (−4,5 Prozent). 

Einzig Campingplätze laufen besser als im Vorjahr. Hier gibt es ein reales Umsatzplus von 5,2 Prozent; nominal stiegen die Umsätze um 10,4 Prozent.

Für die ersten neun Monate des Jahres 2020 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzminus von 34,2 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal sanken die Umsätze um 31,7 Prozent. Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW bereit. Hier abrufen.