Glasfaser für Gründerzeitviertel

Wirklich schnelles Internet ist in der Regel nur möglich, wenn der Anschluss an Glasfaser hergestellt werden kann. Diese Infrastruktur ist in den Innenstädten noch rar. Nun beginnt die Telekom ihr Leitungsnetz an die Notwendigkeiten anzupassen, sicher auch mit Blick auf Vodafone. Dieses Unternehmen war ursprünglich nur im Mobilfunkbereich aktiv, hat sich aber bekanntlich Unitymedia einverleibt, eine Kabelfirma, deren Netz nun auch für Internet und stationäre Telefonie genutzt wird. Die Deutsche Telekom startet ein Glasfaser-Ausbauprojekt im Gründerzeitviertel für rund 7.500 Haushalte. Gestartet wird im westlichen Gründerzeitviertel, im Carré Hohenzollern-, Bismarck-, Hindenburgstraße und Viersener Straße. Das soll bis Ende 2021 erledigt sein. Danach beginnen die Arbeiten im nordöstlichen und südlich Bereich des Quartiers. Der ist allerdings der weitaus größere, reicht weit nach Eicken und wird im südlichen Abschnitt von der Bahntrasse und der Korschenbroicher Straße beschränkt.

Im Innenhof des Rathaus‘ Abtei, nach Unterzeichnung der Absichtserklärung (v.l.n.r.) Oberbürgermeister Felix Heinrichs zusammen mit dem städtischen Gigabitkoordinator Benjamin Schmidt und Ursula Schauf-Paschek, Key Account Managerin der Telekom, Foto: ©WFMG

Das neue Netz ermöglicht Bandbreiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde (1 GBit/s) im Download. Neben hohen Bandbreiten besitzt Glasfaser weitere Vorteile gegenüber Kupfer. So gibt es keine Schwankungen, bedingt durch lange Leitungswege oder hohe Netzauslastung. Da die Datenübertragung durch Lichtsignale erfolgt, sind Glasfasernetze deutlich energieeffizienter. 

Um den Ausbau auch auf die Bedürfnisse der Stadt abzustimmen, Synergien beim Ausbau zu nutzen und die Bedeutung von reinen Glasfaserprojekten zu unterstreichen unterzeichneten die Stadt Mönchengladbach und die Deutsche Telekom eine gemeinsame Absichtserklärung für die digitale Entwicklung der Stadt. 

Beim Glasfaserausbau wird die Glasfaser bis in die Dose des Anschlusses geführt. Ein Umsteigen auf diese Breitbandtechnologie – genannt FTTH = Fiber to the home – erhöht im Nebeneffekt den Wert der Immobilie, insbesondere, wenn sie gewerblich genutzt wird.

Damit eine Glasfaseranschluss hergestellt werden kann, haben Eigentümer lediglich eine Eigentümer-Erlaubnis zu erteilen. Damit ist keine Zubuchung eines Endkundenprodukts nötig, sagt die Stadt. 

Die Telekom wird im ersten Bauabschnitt 25 km Glasfaser verlegen lassen. Die Bauarbeiten starten demnächst. Dabei wird in Straßenabschnitten vorgegangen. Sobald ein Abschnitt fertiggestellt ist, können die Anlieger die neu gebauten Glasfaseranschlüsse nutzen.

Wer in den Genuss der besseren Technologie kommen kann, wird in Kürze angeschrieben und über den Ablauf informiert. 

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