Raubüberfall in Mönchengladbach-Wickrath. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sollen zwei Räuber am Mittwoch, 10. Dezember, gegen 17:15 Uhr, in ein Einfamilienhaus eingedrungen sein. Im Haus bedrohten sie Bewohner mit Schusswaffen, fesselten sie mit Kabelbindern und suchten im Haus nach Bargeld und Wertgegenständen.
Einem der Hausbewohner, der sich im Obergeschoss aufhielt und von den Beschuldigten nicht bemerkt worden war, gelang es, die Polizei zu verständigen. Wenige Minuten nach Eingang des Notrufs konnte das Haus durch Polizeibeamte der Polizei Mönchengladbach umstellt werden. In der Folge flüchteten beide Beschuldigten in den weitläufigen Garten, konnten dort durch die Beamten gestellt werden.
Hierbei kam es durch mindestens einen Polizeibeamten zum Schusswaffengebrauch gegen einen der Beschuldigten, der nach derzeitigem Stand der Ermittlungen bewaffnet war. Er wurde unverzüglich in ein nahegelegenes Krankenhaus verbracht und intensivmedizinisch behandelt und befindet sich außer Lebensgefahr.
Die Beute und die Tatwaffen konnten am Tatort durch die Polizei sichergestellt werden. Beide Beschuldigten wurden am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach einem Haftrichter vorgeführt, der über die Anordnung von Untersuchungshaft entscheidet.
Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird aus Neutralitätsgründen durch das Polizeipräsidium Aachen durchgeführt, die Ermittlungen zum Raubüberfall durch die Kriminalpolizei Mönchengladbach. Die eingesetzten Polizeibeamten blieben unverletzt. Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an.