Es kommt Bewegung in das Bauprojekt auf den Maria Hilf Terrassen. Erste Grundstücke sind in der Vermarktung, insgesamt 350 Wohneinheiten sollen hier entstehen, ein luftiges, grünes Quartier in unverbaubarer Südlage, ein Impuls für die Stadtentwicklung. Noch ehe hier das erste Grundstück zum Wohnen aufbereitet wird, beginnt der Bau einer Quartiersgarage für das neue, weitestgehend verkehrsberuhigte Wohnquartier. An einem sonnigen, aber kaltem Freitag fand der erste, symbolische Spatenstich statt, zu dem sich u.a. Oberbürgermesiter Felix Heinrichs, die Bauherrin EWMG und das ausführende Generalunternehmen Goldbeck West GmbH versammelten.

Dass man mit einer Hochgarage anfängt, wo sonst noch kein Stein über den anderen gesetzt wurde, hat natürlich seinen Sinn. Das Dach wird Standort einer Wärmeversorgung für das Quartier, alle Wohneinheiten werden von hier aus versorgt und die Kapazität ist so ausgelegt, dass auch Häuser in der Nachbarschaft versorgt werden können falls Bedarf besteht, wie Dr. Ulrich Schückhaus, Vorstandssprecher der EWMG, dem Gladbacher Tageblatt auf Befragen nach der Zeremonie des Spatenstichs erläuterte. Als Wärmequelle ist eine Luft-Wärmepumpe ins Auge gefasst, mit deren Installation und Betrieb die NEW beauftragt wird.
Die Quartiersgarage entsteht an der Staufenstraße 11 im Norden der Maria Hilf Terrassen und bildet künftig die zentrale Mobilitätsdrehscheibe des neuen Wohngebiets. Das Systemparkhaus bietet auf zehn versetzten Halbgeschossen insgesamt 189 Stellplätze und liefert damit Parkraum für einen Großteil der späteren Anwohner sowie für die geplanten gewerblichen Einrichtungen im angrenzenden Denkmalensemble. Weiterer Parkraum ist in einer südlich gelegenen Tiefgarage sowie in einzelnen Tiefgaragen zu am Rand liegenden Grundstücken geplant, sodass der Verkehr aus dem Wohnquartier weitestgehend rausgehalten werden kann.

Die Quartiersgarage wird von der ParkenMG GmbH mit einem digitalen Kennzeichenerfassungssystem betrieben, das eine komplett kontaktlose Ein- und Ausfahrt ermöglicht. Auf der Einfahrtsebene wird ein Mobility Hub eingerichtet, mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Lastenräder und eScooter sowie eine Packstation. Zudem erhält die Garage eine moderne eLadeinfrastruktur.
Das Parkhaus fügt sich mit seiner Architektur harmonisch in das Stadtbild ein. Entlang der Staufenstraße entsteht eine vom eigentlichen Parkhaus schräg abgerückte Schallschutzfassade aus Profilbauglas, die mit begrünten Pflanzkästen versehen ist. Hofseitig werden bodengebundene, begrünte Profilbauglasfassaden umgesetzt, während die übrigen offenen Fassaden eine Lamellenverkleidung in Holzoptik erhalten, die eine natürliche Belüftung des Parkhauses ermöglicht.
Die Goldbeck West GmbH konnte sich mit ihrem Entwurf in einem Bieterverfahren durchsetzen und hat das Konzept der Quartiersgarage in enger Zusammenarbeit mit der EWMG, vor allem im Hinblick auf die Integration der Nahwärmezentrale, weiterentwickelt. Auf der diesjährigen Expo Real in München haben beide Partner eine Absichtserklärung (Letter of Intent, LOI) unterzeichnet, die in einen Generalunternehmervertrag gemündet ist.
Das ganze Projekt soll innerhalb eines Jahres fertig sein. Die Parkplätze sind nicht für den öffentlichen Verkehr gemacht. Kundschaft wird für die Zeit gesehen, da die Terrassen noch nicht besiedelt sind, aus der umliegenden Bebauung an der Viersener Straße, zu der Geschäfte und Unternehmungen gehören, deren Beschäftigte bisher jeden Tag morgens um einen Parkplatz kämpfen.