Industrie läuft besser als die der Region

Die Industriebetriebe in Mönchengladbach haben sich im Jahr 2025 entgegen dem allgemeinen Branchentrend positiv entwickelt und ein Umsatzplus von 2,9% gegenüber dem Vorjahr 2024 verzeichnet, allerdings nominal, nicht preisbereinigt. Auch im Kreis Viersen kam ein Plus heraus, in Höhe von 1,9%.

Die Mönchengladbacher Industrie und die im Kreis Viersen schnitt so besser ab, als die der Region Mittlerer Niederrhein (- 2,9 %) und der Durchschnitt in NRW (- 2,7 %) Das Plus in Mönchengladbach wird vor allem auf eine höhere Inlandnachfrage zurückgeführt. Die Industrieumsätze sind im Jahresverlauf stetig gestiegen, mit einem Plus von 2,7 % im zweiten Quartal und 3,7 % im dritten Quartal im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum.

Die Industrie der Vitusstadt zeigte sich widerstandsfähiger als der Durchschnitt, auch weil energieintensive Industrien weniger angesiedelt sind. Die stehen in NRW und auch im Bund  unter Druck. Branchen wie die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+23,7 %) und Metallerzeugnissen (+19,8 %) liefen ausgezeichnet.

Trotz des nominellen Plus‘ (ohne Preisbereinigung) ist nach Abzug der Inflation wenig reales Wachstum festzustellen.

10.085 Industriebetriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten haben in NRW im Jahr 2025 einen nominalen (also nicht preisbereinigten) Umsatz von € 375 Milliarden erwirtschaftet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,7 % weniger als im Jahr 2024. Dabei gingen die Inlandsumsätze (−2,5 %) und die Umsätze im Auslandsgeschäft (−2,9 %) gegenüber dem Vorjahr zurück.

innerhalb der sechs umsatzstärksten Güterabteilungen konnte 2025 die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln” eine nominale Steigerung des Umsatzes von 3,9 % auf € 46,9 Milliarden erzielen. Auch die „Herstellung von Metallerzeugnissen” vermeldete mit € 34,2 Milliarden noch einen Umsatzanstieg allerdings nur um 0,7 %. Alle weiteren Top-Branchen zeigten hingegen negative Entwicklungen: Der Umsatz in der „Metallerzeugung und -bearbeitung” ging um 9,8 % auf € 39,5 Milliarden deutlich zurück. Ebenfalls rückläufig war der Umsatz in der „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen”, welcher um 6,3 % auf € ,9 Milliarden sank. Weiterhin gab es Rückgänge im Bereich der „Chemischen Industrie” – hier sank der Umsatz um 5,2 % auf € ,9 Milliarden – und im „Maschinenbau”, der mit € 51,5 Milliarden um 0,8 % unter dem Vorjahresergebnis lag.

Im Jahr 2025 waren zum Stichtag am 30. September in den nordrhein-westfälischen Industriebetrieben 1.178.254 Personen beschäftigt. Das waren 2,7 % weniger als im Vorjahr. In den meisten Branchen waren Beschäftigungsrückgänge zu beobachten: Beschäftigungsstärkste Branche war der „Maschinenbau” (195.617 Personen; 2,4 % weniger als in 2025). Weitere 164.061 Personen (−1,6 %) waren im Bereich der „Herstellung von Metallerzeugnissen” beschäftigt. Die „Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln” vermeldete mit 115.903 Personen (+2,0 %) als einzige Top-Branche einen Beschäftigungszuwachs im vergangenen Jahr. Den größten Beschäftigungsrückgang verzeichnete hingegen die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen” mit 58.276 Personen (−9,3 %), die ist bekanntlich in Köln konzentriert.

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