Jüdisches Leben in Viersen

Am Samstag, 11. Dezember, beteiligt sich die Stadt Viersen an der Aktion „Flagge zeigen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“. Vor dem Stadthaus und vor der Festhalle wird dann die Fahne des Festjahres gehisst. „Wir beziehen klar Stellung für unsere jüdischen  Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es gibt keinen Platz für jedweden Hass, egal aus welcher Ecke dieser kommen mag“, sagt Bürgermeisterin Sabine Anemüller. 

Insgesamt erinnern bundesweit 1700 Flaggen an 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Der Jubiläumsverein unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Aktion initiiert. Sie ist Teil eines Festjahres, das mit zahlreichen Aktivitäten daran erinnert, dass es seit 1700 Jahren jüdisches Leben in Deutschland gibt. 

Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt, das besagte, dass Juden städtische Ämter in den römischen Stadträten (Kurien) bekleiden durften und sollten. Es ist das früheste schriftliche Zeugnis zu jüdischem Leben in Mitteleuropa. Hier wird eine jüdische Gemeinde in Köln erwähnt.