Keine Vergewaltigung

Sittlichkeitsdelikte erzeugen zwangsläufig eine hohe Aufmerksamkeit. Manchmal sind sie allerdings nur vorgetäuscht.

Die Polizei veröffentlichte in dieser Woche ein Fahndungsfoto von einem 20jährigen, der einer Vergewaltigung beschuldigt wurde. Dieser meldete sich sofort bei der Polizei, nachdem er es gewahr geworden war. In seiner Einvernahme stritt er jegliche Gewalteinwirkungen vehement ab, was die Ermittler der Kriminalpolizei veranlasste, das 15jährige „Opfer“ erneut zu vernehmen. Bei der Rekonstruktion der Tatabläufe ergaben sich dann deutliche Zweifel an den Aussagen der 15jährigen. Sie räumte schließlich ein, die Ermittler über entscheidende Details getäuscht zu haben.

Dies führte dazu, ein Verfahren wegen Vortäuschung einer Straftat einzuleiten.

Schlimm: in sozialen Netzwerken wurde das Fahndungsbild des 20jährigen vielfach geteilt. Dies führte auch zu hasserfüllten Kommentaren. Sogar die ein oder andere selbst ernannte „Bürgerwehr” trat aufgrund dieses Vorfalls auf den Plan.

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