Koexistenz in Schloß Rheydt

Alle zwei Jahre richtet das Kulturbüro Der Stadt Mönchengladbach eine jurierte Ausstellung von Künstlerinnen und Künstler aus der städtischen c/o-Künstlerförderung aus. Die diesjährige findet wieder im Museum Schloß Rheydt statt und zeigt vom 13. September bis 6. Oktober Arbeiten mit der Headline „Koexistenz”, die auf Anregung der an der Ausstellung Beteiligten gefunden wurde. Die vor zwei Jahren gezeigten Bilder und Skulpturen waren dem Thema „Konflikt gewidmet, insofern ist das jetzige Motto folgerichtig, leben wir doch in einem gesellschaftlichen Umfeld, das von Konflikten geprägt ist. Diese lassen sich nur aushalten oder überwinden, wenn eine Bereitschaft zur Koexistenz entsteht. Man möge sich an den Satz von Egon Bahr erinnern, der ihn in der Spätphase des kalten Krieges formulierte: Wandlung durch Annäherung.

So ist in der Vorburg des Schloß’ Rheydt eine hochaktuelle Ausstellung versammelt und verschafft Besuchern einen Überblick über die gegenwärtige Kunstszene Mönchengladbachs.

Ausgewählt wurden die Kunstwerke in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Installation, Fotografie, Objekt- und Konzeptkunst aus 64 Einsendungen von 39 Künstlerinnen und Künstler durch eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Sigrid Blomen-Radermacher (Kunsthistorikerin, Journalistin), Eva Caroline Eick (Kunsthistorikerin) und Henrike Robert (c/o – Kulturbüro) sowie beratend Dr. Thomas Hoeps (Kulturbüro).

Unsere Collage zeigt zwei bemerkenswerte Arbeiten, die durch ihre Präzision (das Gesicht von Michael Becker) und ihre Aussage beeindrucken. Es ist weniger eine Koexistenz als eine Symbiose (von Menia).