Krankenhäuser: Zurück zum Normalen

Die vier Mönchengladbacher Krankenhäuser werden ihren medizinischen Betrieb schrittweise normalisieren und hochfahren. Darauf einigten sich heute (20.04.20) die Vertreter der Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte in einem turnusmäßigen Treffen, zu dem Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners ins Führungs- und Lagezentrum der Feuerwehr eingeladen hatte.

OB Hans Wilhelm Reiners

In den Häusern stehen ausreichend Intensiv- und Beatmungsplätze für mit dem Coronavirus infizierte Patienten zur Verfügung. Die Krankenhäuser hatten sich frühzeitig auf eine starke Auslastung der Intensivbereiche vorbereitet und zusätzliche Kapazitäten geschaffen, die aber bislang nicht genutzt werden mussten und weiterhin für Covid-Patienten zur Verfügung stehen. Deshalb sind jetzt auch zusätzliche Behandlungen von Menschen möglich, die an anderen schweren Erkrankungen leiden oder dringend operiert werden müssen.

„In der aktuellen Situation ist es sicher zu früh, Entwarnung zu geben, aber der Normalbetrieb und die Zahl der planbaren Operationen kann wieder hochgefahren werden, weil die befürchtete Welle ausgeblieben ist”, so die Krankenhausvertreter. Für Patienten bestehe in den Kliniken kein höheres Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Im Gegenteil: Der Schutz der Patienten habe aufgrund der extrem hohen Sicherheitsmaßnahmen, zu denen neben der strikten Einhaltung der Hygieneregeln auch Schutzkleidung sowie Mund- und Nasenschutz gehören, höchste Priorität. Dazu zählt auch die weiterhin starke Einschränkung von Besuchen von außerhalb. 

Angst vor dem Krankenhaus oder vor Behandlungen bei den niedergelassenen Ärzten sei unbegründet. In den vier Krankenhäusern und auch in einem Großteil der Arztpraxen ist die Zahl der Patienten spürbar zurückgegangen, so dass die Bettenkapazitäten der Krankenhäuser teilweise nur zu 40 Prozent ausgenutzt werden und viele Arztpraxen leer bleiben, obwohl es die Notwendigkeit für Behandlungen gebe. Deshalb müsse nun die Balance zwischen den Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie getroffen werden müssen, und dem “Normalbetrieb” neu justiert werden, war der Tenor.