Kunst im sozialen Raum

Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie sind allerdings in beständiger Gefahr, seit die Soziale Marktwirtschaft durch permanente Eingriffe derjenigen, die dem Markt nicht trauen, nicht mehr so richtig funktioniert. Jedoch hat diese Wirtschaftsordnung den Wohlstand in unserem Land geschaffen. Nun ist er bedroht, von Dirigismus.

Mittelständische Unternehmen werden nicht geboren. Sie werden gemacht, oft aus kleinen Anfängen heraus. Im zweiten Teil unserer Wirtschaftsreihe, die von Gertrud Müller initiiert wurde, beschäftigen wir uns mit der matchingGenerations GmbH & Co.KG im Stadtteil Rheydt. Die FDP  in Gladbach hat dem Unternehmen einen Besuch abgestattet. Ulrich Wateler, Geschäftsführer, erklärt dabei, was ihn bewegt: „Kunst soll als Aufhänger dienen, mit immer mehr Menschen ins Gespräch zu kommen.“ 

Grupenbild mit Dame (v.l.n.r.): Ulrich Wateler, Peter König, Jens Teutrine (FDP-Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen), Martino Bechara (Vorsitzender der Jungen Liberalen), Werner Albrecht (Steinbildbauermeister), Daniel Winkens (FDP-Kreisvorstandsmitglied), sitzend: Yusuf Ismael, Elviria Sakiri

In den großzügig gestalteten Räumen eines ehemaligen Textilhauses auf der Hauptstraße hängen Bilder von Künstlern und Künstlerinnen aus der Region. „Der älteste Maler ist älter als 80 Jahre,“ berichtet Ulrich Wateler. Peter König,  stellvertretender FDP-Vorsitzender in Mönchengladbach, begrüßt er im Atrium, einen lichtdurchfluteten Raum, in dem die Gemälde besonders gut zur Geltung kommen. König kam nicht allein. Er wurde begleitet von einer Delegation der Jungen Liberalen. Unter ihnen Jens Teutrine, Bundesvorsitzender, begleitet vom örtlichen Vorsitzenden der JuLisMartino Bechara. 

Wie er als Ingenieur auf die ungewöhnliche Idee gekommen sei, eine Firma zu gründen, die Kunst und soziale Absichten vereint, fragt ihn Peter König. Ulrich Wateler lacht. Die Idee habe die Familie Wateler gemeinsam entwickelt „Wir wollten uns als Unternehmer sozial engagieren, Menschen verschiedener Generationen zusammenzubringen. Da kam uns die Idee, die eine Plattform zu schaffen, auf der sich  Kunstschaffende, sozial engagierte Kleinunternehmer, Startups mit Förderern, Unterstützern und Sponsoren zu versammeln.“

Zwei junge, von der Stadt Mönchengladbach geförderte Startups sind vor Ort, um Peter König ihre Projekte zu erläutern. Dazu der theoretische Hintergrund: Endlich der lang ersehnte Urlaub am Meer ist angetreten, alle wollen dabei sein, wenn das Spiel in den Wellen beginnt. Zurück bleibt einiges, was eigentlich nicht unbewacht sein darf. Also, wohin mit der Handtasche? Um diese Problem zu lösen, hat sich Elviria Sakiri etwas ausgedacht: Eine per App gesteuerte Alarmanlage kann Handgepäck sicherer machen. Das soll zur Serienreife entwickelt werden.

Das Startup von Yusuf Ismael befasst sich mit der Schwarmintelligenz, die in der Tierwelt vermutet wird. Jetzt versucht Yusuf, eine Steuerung zu entwickeln, die so etwas mit Drohnen verbindet. Peter König hinterfragt einiges, vor allem die Techniken interessieren ihn.  

Die matchingGenerations GmbH & Co.KG engagiert sich sozial und offeriert Dienstleistungen für die Startups oder die Kunstschaffenden. Dazu gehören Präsentation, Verkauf oder Vermittlung, Kommunikation.  Arbeitsplätze mit Büroservice können auf Zeit oder in einzelnen Räumen gebucht werden.

Ulrich Wateler erklärt: Wir wollen gemeinsam unseren Beitrag leisten, jungen Menschen zu helfen. Sie sollen sich weiterentwickeln und wirtschaftlich auf eigene Füße kommen. Er habe seit der Gründung ab 2014 bei der Umsetzung seiner Projekte vieles erlebt, sagt Ulrich er zum Schluss, positive Rückmeldungen, aber auch vereinzelt Anfeindungen. Das soll ihn „nicht jucken, wie man im Rheinland sagt. Er macht weiter und die Familie steht hinter ihm. 

Wird fortgesetzt

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