An der Gemeinschaftsgrundschule Eicken ist derzeit vieles in Bewegung. Für die neue Schulleiterin Prisca Poguntke ist ihre offizielle Ernennung weniger ein Neubeginn als die Fortsetzung eines bereits begonnenen Entwicklungsprozesses, der vor einem Jahr begann, als man sie kommissarisch mit der Aufgabe betraute,

„Unsere rund 250 Kinder bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen und vielfältige Familiensprachen mit. Wir wollen möglichst gute Bedingungen für erfolgreiches Lernen direkt in der Schule schaffen“, wird Prisca Poguntke zitiert. „Eine gute Schule braucht Förderung, verlässliche Beziehungen und eine Umgebung, in der Kinder sich gerne aufhalten und ihre eigenen Stärken entdecken können.“
Als Startchancen-Schule nutzt die GGS Eicken die Chance, die Lernbedingungen ihrer Schülerinnen und Schüler weiterzuentwickeln. Schwerpunkte liegen dabei auf sprachlicher Bildung, individueller Förderung und sozialem Lernen.
Die Entwicklung soll dabei nicht an der Klassenzimmertür enden. Im laufenden Schuljahr wrd der Schulhof stärker einbezogen. Entstehen sollen mehr Möglichkeiten für Bewegung und Spiel, aber auch Bereiche für Begegnung und Rückzug. Ziel ist eine Schulumgebung, in der Kinder sich wohlfühlen und die sie aktiv mitgestalten können.
Ein besonderes Profil hat die Schule im Bereich Schulschach entwickelt. Der Impuls dazu kam ursprünglich von den Kindern selbst: Ihr großes Interesse am Schach wurde aufgegriffen und Schritt für Schritt zu einem festen Bestandteil des Schulalltags weiterentwickelt.
Heute findet Schach an der GGS Eicken nicht nur in einer einzelnen Arbeitsgemeinschaft statt, sondern ist auf verschiedenen Ebenen in den Schulalltag eingebunden. Es gibt eine tägliche Schachpause, Angebote für Fortgeschrittene, die im Ganztaganwesend sind sowie verbindlicher Schachunterricht im Rahmen des Sportunterrichts. Die Schule kooperiert dabei mit dem Mönchengladbacher Schachverein 1878 e. V., nimmt regelmäßig an den Schulschach-Stadtmeisterschaften teil und war im vergangenen Schuljahr auch bei der Landesmeisterschaft vertreten.
Dabei geht es der Schule nicht allein um das Spiel. Schach fördert Konzentration, Ausdauer und strategisches Denken. Gleichzeitig lehrt es, Regeln einzuhalten, das Gegenüber zu respektieren, Entscheidungen zu treffen und mit Fehlern und Niederlagen umzugehen.
Für die Schulleitung gehören diese unterschiedlichen Bereiche zusammen. Entscheidend ist, dass Veränderungen am Ende bei den Kindern ankommen und sich dabei ein Unterschied herausstellt.