Niederrhein. 50 Highlights der Bahngeschichte

Umfang 128 Seiten, Format 17,0 x 24,0 cm, ca. 70 Abbildungen, Hardcover, ISBN: 9783963031724, Preis € 19,90, Sutton Verlag, Erfurt.

Die Bahnexperten Daniel Michalsky und Manfred Diekenbrock haben 50 Stories verfasst, die sich mit der Eisenbahngeschichte am Niederrhein befassen und dabei Fakten zusammengetragen, die sonst vielleicht verloren gegangen wären. So aber werden Ereignisse wieder lebendig, die die Menschen in der Zeit von Beginn des Eisenbahnverkehrs in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute bewegten und bewegen. Fahrzeuge, Strecken und Bahnhöfe sind Bestandteile der Infrastruktur, die die Wirtschaft und Gesellschaft der Region prägen. Dem zu folgen, ist etwas für Eisenbahnfans am Niederrhein und die, die es werden wollen.

Wer nicht so tief drin ist in der Materie wird sich an so mancher Geschichte erfreuen, z.B. an der von einer verschwundenen Bahnstrecke von Rheydt nach Krefeld. Die wurde 1877 eröffnet. Da man Viersen und Mönchengladbach ursprünglich nicht einband, konnte sie nicht lange wirtschaftlich betrieben werden. Ihre Existenz wurde dann gerettet, als das Eisenbahnwesen verstaatlicht und eine Verbindung mit Mönchengladbach und Viersen geschaffen wurde. Die Strecke wurde mehr als 100 Jahre alt, und heute sind noch kleinere Teilstücke zu bewundern, so in Willich, wo noch ein 250 m langes Gleis in Höhe von Willich-Wekeln liegt. 

Größere Bedeutung hatte die Eisenbahnlinie in einem Zeitabschnitt von 1948 bis 1993, als die englische Armee das ehemalige Stahlwerk Becker nutzte. Dort ist heute ein Gewerbegebiet in Entwicklung. Damals bestand aber nur noch eine Verbindung nach Krefeld und an die Anschlussgleise. Im Stadtgebiet von Mönchengladbach waren sie kriegs- und nachkriegsbedingt zerstört.