Großeinsatz am AG Rheydt – Mann dingfest

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr am Amtsgericht Rheydt an der Brucknerallee. In den Morgenstunden des 07.07.20 war im Posteingang ein Drohschreiben an eine Richterin entdeckt worden, welches eine verdächtige Substanz enthielt. Im Einsatz waren – neben zahlreichen Polizeibeamten – circa 40 Kräfte der Feuerwehr mit dem Löschzug der Feuer- und Rettungswache II (Holt), einem Hilfeleistungslöschfahrzeug der Feuer- und Rettungswache III (Rheydt), einem Sonder-Einsatzzug für Gefahrguteinsätze und einer Sondereinsatzgruppe “Messen” aus dem Technik und Logistikzentrum (Holt) sowie der Fachberater Chemie und der Führungsdienst der Feuerwehr. Die Versorgung der Einsatzkräfte an der Einsatzstelle konnte vom Deutschen Roten Kreuz sichergestellt werden. 

Am Mittag wurde von der Feuerwehr Entwarnung gegeben: Die Substanz in dem Brief war ungefährlich. 

Das Gerichtsgebäude musste nicht evakuiert werden; einzelne Räumlichkeiten wurden abgesperrt. Der Dienstbetrieb konnte weiterlaufen. In unmittelbarer Nähe zum Gerichtsgebäude wurde ein Teilabschnitt der Nordstraße als Bereitstellungsraum für die Einsatzfahrzeuge gesperrt. 

Während der Dauer des Einsatzes wurden die Feuer- und Rettungswachen II (Holt) und III (Rheydt) durch die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Rheindahlen und Rheydt besetzt. Die Feuerwehr Mönchengladbach wurde bei diesem Einsatz unterstützt von einer Analytischen Task Force (ATF) mit Komponenten der Feuerwehren aus Köln und Essen. Die Probenentnahme und die Untersuchungen der Feuerwehr führten schließlich am Mittag gegen 13 Uhr, wie schon erwähnt, zu dem Ergebnis, dass es eine völlig ungefährliche Substanz in dem Umschlag war. Die Sperrungen wurden aufgehoben. 

Die Ermittlungen der Polizei Mönchengladbach führten rasch auf die Spur eines 42jährigen Mannes, den Polizisten noch am gleichen Tag in den Abendstunden an seiner Wohnanschrift im Mönchengladbacher Stadtgebiet antreffen konnten. Da Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung vorliegen, wurde der Mann vom Ordnungsamt in ein Fachkrankenhaus eingewiesen.

Das könnte sein Glück sein, denn wenn er den Einsatz von Polizei und Feuerwehr bezahlen müsste, wäre er sein Lebtag ein armer Mann.

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