Mönchengladbach hat einen neuen Polizeipräsidenten, nachdem die Stelle jahrelang verwaist war. Es ist Stephan Zenker, der nun Mathis Wiesselmann nachfolgt. Der Inthronisation und Verabschiedung folgte eine Gästeschar in der Polizeikantine, die den Namen „Bei Nina und Paul“ trägt am Montag, dem 30. März. Innenminister Herbert Reul war dafür extra nach Mönchengladbach gekommen. Er bedankte sich zunächst bei denjenigen, die die Behörde in den vergangenen Jahren auf Kurs gehalten haben, wie es in einem von der Pressestelle der Polizei verbreiteten Text heißt: „Gute Arbeit Herr Schalk, gute Arbeit Herr Henn!“ Denn in dieser Zeit sei viel passiert. „Doch es war keine Zeit von Stillstand, sondern man hat gemerkt, dass es sich trotzdem weiterentwickelt“, so Reul. Anschließend erhielt Stephan Zenker offiziell seine Ernennungsurkunde.

Mönchengladbachs erste Bürgermeisterin Gülistan Yüksel, stellvertretend für Oberbürgermeister Felix Heinrichs, PHK Olaf Schulze vom Personalrat und Martin Heinen vom Polizeibeirat bedankten sich mit teils sehr persönlichen Worten bei Mathis Wiesselmann, der nun schon einige Jahre im Ruhestand lebt.
Bevor Stephan Zenker selbst das Wort ergriff, nutzte sein Vorgänger Mathis Wiesselmann die Gelegenheit, sich mit Worten an seine Zeit als Polizeipräsident zurück zuerinnern. „Präsident sein, aber auch Kollege“ – das sei immer sein Ziel gewesen. „Es war eine großartige Zeit. Herr Zenker, hier in Mönchengladbach werden Sie mit offenen Armen empfangen. Ich freue mich, hier gewesen zu sein! War toll!“
Mit Begeisterung startet Stephan Zenker in sein neues Amt: „Ich versichere Ihnen, dass ich all meine Kräfte und all meine Fähigkeiten einsetzen werde, um dem Vertrauen, das mir entgegengebracht wird, gerecht zu werden – sowohl für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, aber natürlich auch für meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, wird Zenker in seiner Ansprache zitiert.

Stephan Zenker ist Leitender Polizeidirektor und stammt aus Linnich im Kreis Düren. Seit 1990 steht er im Dienst der Polizei Nordrhein-Westfalen. Nach Verwendungen bei der Polizei Neuss und im Landeskriminalamt übernahm er 2011 in Aachen die Leitung des Polizeilichen Staatsschutzes. 2014 folgte der Wechsel in das Innenministerium, wo er seither Führungspositionen in der Polizeiabteilung wahrnahm. In dieser Zeit war er maßgeblich an der Entwicklung einer neuen Führungsstrategie der Polizei Nordrhein-Westfalen beteiligt. Seit 2023 leitete er das Referat Aus- und Fortbildung der Polizei im Ministerium.