Rheydter Eckhaus in neuen Händen

Das Eckhaus Brucknerallee 7 / Mühlenstraße 61–63 im Stadtteil Rheydt, das in die Jahre gekommen ist und sanierungsbedürftig, hat die Stadtverwaltung in neue Hände gegeben und zwar in die der Montag Stiftung Urbane Räume. Sie gehört zur Gruppe der Montag Stiftungen in Bonn. Im Sinne des Leitmotivs „Handeln und Gestalten in sozialer Verantwortung“ engagiert sie sich als Partnerin von Kommunen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Initiativen in Stadtteilen, die einen besonderen sozialen und ökonomischen Wert haben. Das dies in diesem Fall so ist, davon hat sie sich überzeugen lassen. Sie übernimmt das Grundstück im Erbbaurecht und investiert in Ausbau und Renovierung. Die Stadt verzichtet auf den Erbbauzins und die Stiftung entwickelt es nach einem Initialkapital-Prinzip, wobei wohl eigene Mittel überwiegen.

Der Schlüsssel zum Erfolg, Felix Heinrichs und Viktoria Hoehl

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Felix Heinrichs an Viktoria Hoehl, Geschäftsführerin einer gGmbH, mit Namen „Urbane Nachbarschaft Rheydt,“ ist ein Meilenstein für das Stadtteilentwicklungsprojekt ECKHAUS Rheydt erreicht, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Stadt Mönchengladbach, die darin den OB mit den Worten zitiert: Das Eckhaus Rheydt als Projekt zeigt beispielhaft, wie wir leerstehende Immobilien in zentraler Lage gemeinsam mit engagierten Partnern gemeinwohnorientiert wieder mit Leben füllen können.

Ziel ist es, durch eine Mischung aus Vermietungen und gemeinwohlorientiertem Raumangebot die Immobilie langfristig wirtschaftlich selbsttragend zu betreiben und gleichzeitig einen Mehrwert für den Stadtteil zu schaffen.

Herzstück des Projekts soll das künftige „Quartierswohnzimmer“ werden: ein offener, kostenfreier Treffpunkt mit Veranstaltungs- und Angebotsformaten für alle im Quartier. Gemeinsam mit dem angrenzenden Innenhof soll hier ein lebendiger Ort des Austauschs entstehen. Ergänzt wird das Konzept durch einen Nutzungsmix aus gefördertem und freiem Wohnen, Büro-, Atelier- und Coworking-Flächen sowie städtischen Familienangeboten und Hochschulnutzungen.

Insgesamt stehen rund 2.700 qm Mietfläche zur Verfügung. Etwa die Hälfte davon ist für Wohnnutzungen vorgesehen, darunter sieben geförderte Familienwohnungen sowie drei Wohngemeinschaften für Auszubildende und Studierende. Die Hochschule Niederrhein möchte rund 250 qm mieten. Das Quartierswohnzimmer ist mit etwa 70 qm geplant; die rund 500 qm großen Außenflächen sollen ebenfalls dem Quartier offenstehen.

Die geplanten Baukosten betragen derzeit rd. € 7,4 Mio. und sollen durch Eigenmittel, Fremdkapital und Fördermittel getragen werden. Die umfassenden Sanierungs- und Umbauarbeiten sind für den Zeitraum von Mitte 2027 bis Mitte 2029 vorgesehen. Bis dahin wird das Projektteam mit Zwischennutzungen, Vernetzungsarbeit und Beteiligungsformaten präsent sein.