Sprayen in der Silvesternacht & kein Ende

Der Vorwurf: In der Silvesternacht an mindestens fünf Autos sowie Gebäuden Sachschaden durch Farbe angerichtet zu haben, den muss sich ein 21jähriger Mann, wohnhaft in Mönchengladbacher, gefallen lassen. Ein Zeuge rief gegen 1.50 Uhr bei der Polizei an: Er habe einen Mann dabei beobachtet, als dieser sich anschickte, ein Auto an der Wilhelm-Wachtendonk-Straße mit Farbe zu besprühen. Als der Übeltäter merkte, dass er aufgefallen war, versuchte er  erfolglos, mit dem Rad zu flüchten. Der erwähnte Zeuge verfolgte ihn zunächst zu Fuß, und die alarmierten Polizisten stellten den Tatverdächtigen. Hierbei fielen der Mann und auch der Beamte zu Boden. Der Gefasste wehrte sich gewaltsam und musste letztendlich fixiert werden, wobei der Polizist sich verletzte. 

Der 21jährige trug Handschuhe, an denen sich blaue Farbe befand, und in einem Rucksack fand sich die entsprechende Spraydose. Ermittlungen vor Ort ergaben, dass der Lack an fünf geparkten Autos mit blauer Farbe besprüht worden war. Weitere Schmierereien, ebenfalls mit blauer Farbe, fanden sich an einer Hauswand, einem Fenster und zwei Garagentoren. Die Tatorte befinden sich an der Wilhelm-Wachtendonk-Straße und am Kapellenweg.  

Dem Sprayer wurde auf der Wache durch einen Arzt eine Blutprobe entnommen. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen konnte er gehen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und Widerstandes.  

Eventuelle weitere, der Polizei noch nicht bekannte, Geschädigte werden gebeten, sich zu melden, Rufnummer 02161-290.

Der Einsatz von Sprühdosen setzte sich am heutigen 01.01.22 fort. Ein Passant meldete gegen 09.23 Uhr eine Sachbeschädigung. Es war Graffiti an einem Verteilerkasten auf der Johannesstraße aufgetragen worden. Dafür zuständig war eine Gruppe von sieben Personen, aus der heraus die Übeltat geschah. Diese Personengruppe wurde durch eine Streifenwagenbesatzung auf der Jenaer Straße angetroffen. Das nahm eine 31jährige männliche Person, die ihr angehörte, zum Anlass, beleidigend und drohend zu werden, heißt es im Polizeibericht. Nachdem der Störer mit erhobenen Fäusten auf die Polizeibeamten zuging, wurde er nach Einsatz von Pfefferspray zu Boden gebracht und gefesselt. Hierbei biss er einem Polizeibeamten in die Hand. Zwei weitere 19 und 32 Jahre alte Männer aus der Gruppe gingen nun mit Glasflaschen in den Händen die Polizeibeamten an., was die Anforderung von Unterstützungskräfte auslöste. Weitere Angriffe wurden durch den Einsatz von Schlagstock und Pfefferspray unterbunden. Alle „Aggressoren“ standen unter Alkoholeinwirkung. Eine Person verblieb bis zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam. Ein Störer wurde mit Augenreizungen in ein Krankenhaus gebracht. Im Einsatz wurden vier Polizeibeamte verletzt und mussten ihren Dienst beenden.