Tot durch Ersticken

Der sechs Wochen alte Ben, der in der Nacht zu Donnerstag, 01.02.18, ums Leben kam, wurde erstickt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz am heutigen Dienstag im Gladbacher Polizeipräsidium mitteilten, kann davon ausgegangen werden, daß es der 29jährige Vater war, der dies in Mordabsicht tat, ohne daß es die ebenfalls anwesende 30jährige Mutter verhinderte. Später rief der Mann den Notarzt, und die Polizei wurde um 10.20 Uhr gerufen. Wie berichtet – zur Meldung geht es hier -, ergaben sich für die Beamten Hinweise auf Fremdeinwirkung, und der Säugling war da schon mehrerer Stunden nicht mehr am Leben.

Vater und Mutter kennen sich seit sieben Jahren und lebten seit sieben Wochen im Stadtteil Hockstein. Wie die Ermittlungen ergaben, und Ingo Thiel, der Leiter der eingerichteten Mordkommission erläuterte, hat sich der Vater wohl in seinem gewohnten Lebensrhythmus gestört gefühlt, der langes Ausschlafen bis in die Mittagsstunden vorsah und mit Gewalt versucht, das als Störenfried erachtete Kind ruhig zu stellen. Darauf deuten Rippenbrüche hin die schon angeheilt waren aber auch neue, wie sich bei der Obduktion herausstellte. Die zum Tode führenden Misshandlungen erfolgen in der Nacht zum erwähnten Donnerstagmorgen.

Mutter und Vater des kleinen Ben gingen keiner beruflichen Beschäftigung nach, wie lange schon, ist nicht bekannt. Beide befinden sich in Untersuchungshaft: Der Vorwurf: Mord, und Totschlag in Tateinheit mit Misshandlung Schutzbefohlener.

Unser Foto zeigt (v.l.n.r.) Ingo Thiel, Mordkommission, Benjamin Kluck, Staatsanwaltschaft und Cornelia Weber, Presssprecherin der Polizei Mönchengladbach.

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