Unwetter verlief glimpflich

Der nun abgeklungene Dauerregen ist von Gladbach und Umgebung verhältnismäßig gut verarbeitet worden. Die Feuerwehr Gladbach twittert: versucht nicht Wasseransammlungen unbedacht zu durchqueren und meldet Gefahrenstellen über Notruf 112. 

Allerdings ganz unverschont kam Gladbach nicht davon. Im Ortsteil Hardt liefen Keller voll, und ca. 600 Flüchtlinge, die sich in einem Auffanglager im ehemaligen Hauptqaurtier befanden, müssen evakuiert werden, weil eine Pumpe für Oberflächen- und Schmutzwasser ausgefallen war. Sie werden auf andere Erstaufnahmestellen verteilt.

In Viersen gingen bei der Feuerwehr gegen 13:15 Uhr am Mittwoch, (14. 07.21)  die ersten Hilferufe ein. Außerdem forderte die Bezirksregierung  Kräfte zur Unterstützung im Kreis Mettmann an.

Nachdem die ersten Wasser-Notrufe aus dem Gebiet der Stadt Viersen eingegangen waren,  wurde die Feuerwehreinsatzleitung (FEL) besetzt. Diese Einsatzleitung kümmert sich um die Einsatzstellen im Stadtgebiet und entlastet so die Kreis-Leitstelle. Die FEL wird immer dann eingerichtet, wenn vorübergehend eine außergewöhnliche Vielzahl von Hilferufen zu erwarten ist. 

Um die Einsätze zeitgerecht abarbeiten zu können, wurden die Freiwilligen der Löschzüge Viersen und Dülken alarmiert. Bis etwa 16:30 Uhr erkundete die Wehr zehn Notfallstellen. An drei half die Feuerwehr. 

In Viersen wurde unter anderem ein Reiterhof an der Heimerstraße vor Wassermassen geschützt. Dazu stapelte die Feuerwehr Sandsäcke um den Hof. An der Chemiestraße in Dülken stand ein Keller auf rund 1000 qm 15 cm hoch unter Wasser. Der Löschzug Dülken pumpte das Wasser ab. 

Nach einer Lagebesprechung wurden die Feuerwehrkräfte gegen 16:30 Uhr nach Hause entlassen. Mit wieder stärker werdendem Regen wurde die FEL ab 19:30 Uhr wieder besetzt. Damit wird sichergestellt, dass die Wehr ohne Zeitverzug aktiv werden kann. 

Bereits gegen Mittag hatte die Bezirksregierung Düsseldorf die sogenannte Feuerwehrbereitschaft 3 in Dienst gesetzt. Zu dieser Bereitschaft gehört die Feuerwehr Viersen. Die Wehrleute wurden für die Unterstützung bei Hilfsleistungen im Kreis Mettmann angefordert. 

Aus Viersen machten sich 2 Löschfahrzeuge und ein Wechselladerfahrzeug mit Sandsäcken auf den Weg. Besetzt waren die Fahrzeuge mit insgesamt 20 Wehrleuten aus dem Löschzug Süchteln, den Löschgruppen Hoser und Helenabrunn des Löschzugs Viersen und von der hauptamtlichen Wache. 

Um 14:30 Uhr ging es zunächst zur Hauptfeuerwache Krefeld. Dort sammelten sich die Kräfte der Feuerwehrbereitschaft 3. Von Krefeld aus fuhren die Wehrleute dann in den Kreis Mettmann. 

Noch eine Meldung: Die Stadt Viersen sperrt die Wege entlang der Niersufer. Grund ist der steigende Wasserstand. Sobald sich das beruhigt, werden die Sperrungen aufgehoben. 

Das Foto zeigt Kräfte und Fahrzeuge der Feuerwehr Viersen und anderer Wehren auf der Krefelder Hauptfeuerwache als Sammelpunkt auf dem Weg in den Kreis Mettmann, der vom Unwetter stark betroffen war.