Viel Grün am Gewerbestandort

Die Entwicklung der bisherigen Trabrennbahn zu einem neuen Gewerbestandort nimmt konkrete Formen an. Dem Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung  wurde nun der Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 823/O „Gewerbegebiet Flughafen Trabrennbahn“ vorgestellt. Der Entwurf zeigt detailliert, wie Gewerbeflächen, Grünräume und Verkehrswege auf dem Gelände angeordnet werden.

Das städtebauliche Konzept knüpft dabei an die heutige Prägung des Areals durch großzügige Grün- und Freiflächen an. Eine große Freifläche im Inneren des bisherigen Ovals bleibt als grüne Mitte erhalten. Neue Gewerbegebäude gruppieren sich weitgehend um diesen zentralen  grünen Raum. Fünf Gebäude sollen sich sternförmig in die Grünfläche hinein orientieren. Im Eingangsbereich an der Flughafenstraße sieht der Vorentwurf zudem ein etwa achtgeschossiges Gebäude vor. Es soll als weithin sichtbarer Orientierungspunkt den Eingang zum neuen Gewerbestandort und zum Flughafen markieren.

Der Bebauungsplan umfasst rund 12,7 ha. Davon sind nach dem derzeitigen Entwurf etwa 5,7 ha als Gewerbegebiet vorgesehen.  Auf rund 4,1 ha sollen öffentliche Grünflächen entehen. Weitere 2,9 ha entfallen auf Straßen, verkehrsberuhigte Bereiche und Parkflächen. Damit bleiben rund 32 Prozent des Plangebiets Grünfläche.

Viuualisierung des neuen Gewerbestandorts
Viel Grün am neuen Gewerbestandort

Ziel ist ein hochwertiges, überwiegend flughafenbezogenes und nachhaltiges Gewerbegebiet mit hohen Anforderungen an Klimaanpassung, Flächennutzung und Energieversorgung. Vorgesehen sind insbesondere Flächen für Unternehmen aus Luftfahrttechnologie, innovativer Mobilität sowie Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen. Auch Forschung und Entwicklung, Ingenieurbüros, Unternehmenszentralen sowie weitere Büro- und Gewerbenutzungen sollen möglich sein. Einzelhandel, Vergnügungsstätten und Großlogistik sind nicht vorgesehen

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die klimaangepasste Gestaltung. Ziel der Planung ist, den Flächenverbrauch gegenüber herkömmlichen Gewerbegebieten deutlich zu reduzieren. Dächer und Fassaden sollen möglichst mehrfach genutzt werden, etwa für Begrünung und Photovoltaik. Das Regenwasser soll nahezu vollständig im Gebiet gehalten werden, wo es, genutzt werden kann, versickert oder verdunstet. Die zentrale Grünfläche übernimmt dabei auch Funktionen für Regenwasserrückhalt, Stadtklima und Artenvielfalt.

Die grüne Mitte ist öffentlich. Fußwege verbinden den Freiraum mit den angrenzenden Bereichen. Das Konzept orientiert sich damit weiterhin an der charakteristischen Form der bisherigen Trabrennbahn.

Die Erschließung soll im Süden über die Flughafenstraße und die Straße Am Flughafen erfolgen. Im Norden ist eine weitere Erschließungsstraße geplant. An der Einmündung Flughafenstraße/Am Flughafen sieht der Entwurf einen Kreisverkehr vor. Von dort führt eine platzartig gestaltete Fläche zu den fünf sternförmig angeordneten Gebäuden in der Mitte des Gebiets.

Parallel zur Entwicklung des Gewerbegebiets plant der Flughafen eine Erweiterung um ein neues Vorfeld mit zwei Hangargebäuden. Dafür ist ein eigenes Planfeststellungsverfahren erforderlich. Die Flughafenerweiterung ist daher nicht Bestandteil des Bebauungsplans, wird bei der Planung des Gewerbegebiets aber berücksichtigt, heißt es in einer Mitteilung der Stabsstelle Presse und Kommunikation, von wo auch die Vignette stammt