Was die Preise treibt

Die Nachfrage nach Bauleistungen zeigt sich weiter auf hohem Niveau. Im August legten die Order um gut 10% zu (kumulativ gut 8%). Das nimmt der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zum Anlass, sich, zu den vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Konjunkturdaten zu äußern. Die Nachfrage ist vor allen Dingen im Tiefbaubereich heftig. Neben den Investitionen der Deutschen Bahn schlagen sich hier Infrastrukturmaßnahmen u.a. zur Energieversorgung und zum Luftverkehr nieder. Der Umsatz stieg um gut 9%. Dabei hat der Tiefbau knapp 13% noch deutlicher zugelegt. Ursächlich dafür waren sowohl Straßenbaumaßnahmen des Bundes als auch die gewerblichen Investitionen in Tiefbaumaßnahmen. Die Bauwirtschaft verzeichnet zudem eine hohe Geräteauslastung, die nach ifo-Angaben in den Sommermonaten bei über 83% lag und jahresdurchschnittlich um 1% höher liegt als im Vorjahr.

Bei gleicher Anzahl zur Verfügung stehender Arbeitstage haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes im August, die geleisteten Stunden im Hoch- und Tiefbau um 2,5% gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht. Deutlich mehr Stunden wurden dabei im Wohnungsbau geleistet (+4,6%).

Das alles wirkt sich auf die Preise aus. Wie Mönchengladbachs Stadtkämmerer, Michael Heck, bei der Besprechung seiner Haushaltrede – hier geht es zur Berichterstattung darüber – sagte, sind Preiserhöhungen von 20% bis 30% innerhalb eines Jahres bei von der Stadt zu vergebenen Aufträgen keine Seltenheit. Manchmal geht überhaupt kein Angebot ein.

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