Wem helfen die Milliarden?

Schon in der nächsten Woche sollen € 130 Mrd. auf den Weg gebracht werden, welche die deutsche Wirtschaft wieder beleben sollen, die darniederliegt, weil die überwiegende Einstellung zu einem Virus die Welt veränderte. Gegen Geldausgeben kann man schlecht sein, und so gibt es kaum Protest, auch wenn das alles auf Pump finanziert wird und früher schon bei kleinen Summen nach einer Gegenfinanzierung gerufen wurde. Jetzt verbietet das schon die schiere Größe der Summe.

Nur, wird Geldausgeben erhofften Nutzen bringen? Einigen schon. Man braucht sich nur die Börse anzusehen. Da fließt jetzt schon ordentlich Coronageld hinein, mittelbar und unmittelbar. Und natürlich sind Direkthilfen dafür da, dass Betriebe nicht sofort Konkurs anmelden müssen und Angestellte nicht entlassen werden.

Wenn man sich etwas locker umsieht, fällt auf, dass das Virus nicht so hoch ansteckend sein kann, wie es beschrieben wird und dass verhältnismäßig wenig Menschen daran sterben oder damit sterben. Es gibt in Deutschland ca. 190.000 Menschen, die sich nachweislich infiziert haben, davon sind ca. 170.000 wieder gesund geworden. Ungefähr 8.900 Person sind verschieden, bei denen das Virus evident war. Das alles bei ca. 90 Millionen, die hierzulande leben.

Die Zahlen für Gladbach sind auch ernüchternd. Die Zahl der seit März nachgewiesenen Fälle liegt bei 618. Davon sind 513 Personen wieder genesen. 40 Personen sind verstorben (an Covid-19: 34, mit Covid-19 verstorben: 6). Die Hälfte davon in Alten und Pflegeheimen, wahrscheinlich weil man hier unachtsam war. Und dass alles bei ca. 260.000 Einwohnern.

Wir laufen mit Gesicht- und Nasenbedeckung an den Haltestellen und in den Bussen, beim Einkaufen halten wir 2 m Abstand. In der Kneipe füllen wir einen Fragebogen mit Name Anschrift und Telefonnummer aus. Ist das alles angemessen? Wer geht denn mit der Maskerade gerne einkaufen oder zum Friseur, und was ist mit unseren Kindern und Jugendlichen?

Nun gut, kann man sagen, wir sind glimpflich davon gekommen. Und dass, was angeordnet wurde, hat geholfen. Stimmt das – und wenn ja, hätten wir es nicht vielleicht doch billiger haben können?