Die NEW, welche Mönchengladbach, auch übergreifend, mit Energie versorgt und den öffentlichen Nahverkehr betreibt, ist ein Segen für die städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG). Der Versorger hat gut verdient und schüttete in diesem Jahr Dividende in Höhe von € 6,7 Mio. (Vorjahr: € 2,4 Mio.) aus, was der Entwicklungsgesellschaft das Wirtschaften wesentlich erleichtert. So konnte die EWMG ein vorläufiges internes Betriebsergebnis für 2025 in Höhe rund € 1 Mio. für 2025 ausweisen, ungefähr doppelt so hoch wie im Vorjahr (€ 0,5 Mio), wie auf der Jahresmedienkonferenz am heutigen 09.06.26 in den Geschäftsräumen der Gesellschaft auf der Regentenstraße bekannt wurde.

Die Schaffung von Wohnraum bleibt eine der größten Herausforderungen. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen treibt die EWMG ihre Projekte voran und bringt kontinuierlich neue Flächen in die Entwicklung. Im Baugebiet Flipsenpesch konnten 56 Baugrundstücke für Einfamilien- und Doppelhäuser nahezu vollständig vermarktet werden. Ergänzt wird das Quartier durch Flächen für mehrere Mehrfamilienhäuser sowie Reihenhäuser, auf denen insgesamt rund 50 Prozent geförderter Wohnraum entstehen. Auf dem REME-Gelände wurden 2026 im Los 1 insgesamt 14 Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften erfolgreich vergeben. Ergänzend entsteht hier ein Baufeld für zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 29 Wohneinheiten, ebenfalls mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent gefördertem Wohnraum. Mit den Maria Hilf Terrassen hat die Gesellschaft eines der größten innerstädtischen Wohnbauprojekte am Markt. In mehreren Bauabschnitten entstehen hier bekanntlich neue Möglichkeiten in unterschiedlichen Segmenten – vom Geschosswohnungsbau bis hin zu Stadthäusern. Der Markt ist allerdings zäh.
Auch 2025 wurde das strategische Flächenmanagement fortgeführt und Grundstücke und Immobilien erworben, um städtebauliche Entwicklungen zu sichern. Ein besonderer Fokus liegt bekanntlich auf der Stärkung der Innenstädte von Gladbach und Rheydt. Mit Projekten wie der Verbindung von Hindenburgstraße und Museum Abteiberg, der Quartiersentwicklung rund um das Cityhaus, der neuen Stadtteilbibliothek Rheydt u.a.
Die diesjährige Jahresmedienkonferenz markiert eine Zäsur: Für Dr. Ulrich Schückhaus war es die letzte in seiner Funktion als Vorsitzender der EWMG-Geschäftsführung. Nach mehr als 17 Jahren an der Spitze wird er im Juli in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig machte sich sein Nachfolger Stefan Anspach bekannt, der den Vorsitz der Geschäftsführung übernimmt.
Für das laufende Jahr erwartet die EWMG eine Fortsetzung der insgesamt positiven Entwicklung – wenn auch unter weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen. Ziel bleibt es, wirtschaftlichen Erfolg mit einer aktiven Stadtentwicklung zu verbinden und zentrale Zukunftsprojekte konsequent voranzutreiben, heißt es.