Wie Kunst den Leerstand schöner macht

Versammlung auf dem Rheydter Markt am sonnigen Freitagnachmittag mit einiger Prominenz. Selbst der Präsident der Hochschule Niederrhein, Dr. Thomas Grünewald, ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein, als offiziell Bilder der Öffentlichkeit übergeben wurden, die die  Stadt einen Tick attraktiver machen, Sie zieren die bis dato leeren Schaufenster im Erdgeschoss des von Karstadt verlassenen Gebäudes.  Entstanden sind sie unter der Ägide von Prof. Renate Schmitt, die an der Hochschule für Farbenlehre zuständig ist, besser gesagt, war, denn ihre Anwesenheit bei der Versammlung, war auch zugleich der Abschied aus dem Berufsleben, weshalb ihr ihr Kollege, Prof Dr. Lutz Vossebein, Dekan Textiltechnologie, Textilprüfungen und Qualitätsmanagement, am Ende einen dicken Blumenstrauß übergab als Ausdruck des Danks und der Wertschätzung. 

Felix Heinrichs, Lutz Vossebein, Renate Schmidt, Patrick Wendtland vom Asta und Thomas Grünewald (v.l.n.r.)

Zuvor gab sie ein wenig Einblick in die Entstehungsgeschichte der großformatigen Bilder. Es sind Werkstattarbeiten. Um sie zu verstehen, sollte man sich in die Zeit von Peter Paul Rubens versetzten, der in Antwerpen mit einer großen Anzahl von Gesellen großformatige Gemälde schuf, die noch heute die Welt in Erstaunen versetzten.  In ihrem Vortrag, der das Werden der Gladbacher Gemälde schilderte, kam häufig das Wort „selbstvergessen“ vor, das soviel ausdrücken sollte, dass die Studierenden, die sich ans Malen machten, ihr Ego hintenanstellten, der Sache willen, die nun etwas Licht in die dunklen Seiten des Leerstands bringt.

Den thematisierte OB Felix Heinrichs, der seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass es sich ja hier um eine vorübergehende Erscheinung handelt, die spätestens dann endet, wenn mit dem Bau des neuen Rathauses begonnen wird.

Lutz Vossebein, vom Gladbacher Tageblatt auf die Situation an der Hochschule Niederrhein in Corona-Zeiten angesprochen, gab ein wenig Einblick in das Geschehen, das von Vorlesungen und Seminaren gekennzeichnet ist, die auf Distanz Inhalte vermitteln. Er sagte, es sei schlussendlich gut gelaufen, aber in der Entstehung, Lerninhalte per Video zu übermitteln, hätten sich doch manchmal die Nackenhaare gesträubt. Dabei sei die Hochschule  gut mit Hard- und Software ausgestattet und habe flottes Internet, aber so manch eine oder einer der Studierenden habe das eben nicht, weil nicht so gut betucht, aber auch denen konnte, mit einigem Aufwand, geholfen werden.

So endete ein angenehmer Termin im Sonnenschein auf dem Rheydter Markt mit Freude auf ein schönes Wochenende.