Woran sterben die Menschen?

Im Dezember 2020 starben in Nordrhein- Westfalen etwa 21 200 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt nach Auswertung vorläufiger Daten mitteilt, war die Zahl der Todesfälle voraussichtlich um 17 % höher als im Dezember 2019 (damals: 18 072).  Dem üblichen saisonalen Verlauf folgend stieg die Zahl der Todesfälle von November auf Dezember 2020 an. Allerdings fiel der Anstieg diesmal stärker aus als in den Jahren zuvor: Im Dezember 2020 starben 16 Prozent mehr Menschen als im November. Im Vergleich mit den Jahren 2015 bis 2019 zeigte sich bei einer monatsweisen Betrachtung die Zahl der Verstorbenen zum Jahresende 2020 erhöht.  Im gesamten Jahr 2020 wurden in NRW nach vorläufigen Ergebnissen etwa 213 000 Sterbefälle registriert; das überstieg den Vorjahreswert um rund 3% (2019: 206 479). Auch im Jahr 2018, als die Grippesaison zwischen Februar und April außergewöhnlich verlief, verstarben weniger Menschen als 2020 (2018: 211 140), allerdings moderat.  

Statistik

Das Statistische Landesamt veröffentlicht die Ergebnisse, um Aussagen zum aktuellen Sterbegeschehen zu ermöglichen. Die Daten sind teilweise noch nicht abschließend geprüft und die Sterbefallzahlen für 2020 können sich durch Nachmeldungen der Standesämter erhöhen. Die Auswertung umfasst Todesfälle von Personen, die innerhalb des Landes verstarben und dort auch gemeldet waren.

Geht man in die Tiefe, betrachtet die Situation, z.B. in Mönchengladbach, kommt man ins Grübeln. Seit man dem Infektionsgeschehen um Corona erhöhte Aufmerksamkeit schenkt (03/20) sind in Gladbach 162 Menschen mit oder an einer Infektion mit diesem Virus gestorben. Im ganzen Jahr gingen in der Stadt nach Ermittlungen des Landesamts  3 347 Menschen aus dem Leben. Mit oder an Coronaerkrankte: 4,87%. Niemand kümmert sich um die 95,13%, und an was die gestorben sind. Die ganze Welt ist aus den Angeln gehoben, Kontakte unterbunden, Betriebe stillgelegt und Menschen ins Unglück gestürzt. Ist das vernünftig?